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Kryptowährungen: geliebt und gehasst, verklärt und verteufelt

Bei Bitcoin und Co. spalten sich die Geister, wie bei so vielen Dingen des täglichen Lebens. Entweder wird die Kryptowährung geliebt oder gehasst, verklärt oder verteufelt. Viel zu oft passiert sich, dass sich Halbwahrheiten auf beiden Seiten einschleichen und diese halten sich, wie so fot, hartnäckig in der Gesellschaft. Das Problem ist, dass sie nur zu einem sehr geringen Teil zum Erkenntnisgewinne über das Phänomen der Krytpowährungen beitragen.

Kein Anlagethema elektrisiert so sehr wie Bitcoin & Co.

Es herrscht ein Krieg der Welten und es wird wohl kaum ein Thema so sehr diskutiert wie der Bitcoin DE und kein Anlagethema elektrisiert so sehr wie die Kryptpowährung. Wurde der Bitcoin ursprünglich als techno-anarchistisches Unterfangen entworfen, so hat er sich im Laufe der Jahre seit seiner „Geburt“ zu einem weltumspannenden Phänomen entwickelt, das einer Vielzahl von Krypto-Assets den Weg geebnet hat. Die „Anhänger“ der Kryptowährungen sind überzeugt, dass sie die Finanzwelt in markt-anarchistischer Manier revolutionieren. Andere wiederum halten Bitcoin & Co für kurios bis absurd und kritisieren ihn entsprechend. Doch eine genaue Analyse der Kryptowährungen zeigt, dass die Realität nicht so schwarz-weiß ist, wie sie aufgezeigt wird.

Der Bitcoin – die meist genannten Kryptowährungen

Die Marktkapitalisierung des Bitcoins beläuft sich aktuell nur noch auf rund 114 Milliarden US-Dollar. Zwar führt damit die Ditigalwährung das Ranking der Top 10 der Krypto-Coins weiterhin souverän an, aber vor einem Monat lag der Wert noch bei 130 Milliarden US-Dollar. Ethereum und XRP folgen auf Platz zwei und drei. Es hat den Anschein, dass es mit dem ganz großen Krypto-Boom erstmal zu Ende ist. Derzeit befindet sich der Bitcoin erneut auf Talfahrt. War es in den vergangenen Tagen und Wochen doch relativ ruhig um die Leit-Kryptowährung Bitcoin geworden, so kann es nun zu Ende sein mit der Entspannungsphase. Für ein volatiles zweites Halbjahr sprechen vor allem vier Gründe. Bis zu 20.000 US-Dollar betrugen die unerwarteten Höchststände pro Bitcoin Ende des vergangenen Jahres. Doch durch den darauffolgenden Einbruch wurde die internationale Krypto-Community geprägt. Der Bitcoin disqualifizierte sich mit dieser Achterbahnfahrt endgültig bei den eher konservativ veranlagten Anlegern, aber verlor dennoch keineswegs an seiner Attraktivität als Portfolio-Beimischung, bei den risikoaffinen Investoren.

Vier Gründe für ein volatiles 2. Halbjahr 2018

Grund 1: Einstiegschancen

Die Investoren wittern Einstiegschancen! Vor allem das gegenwärtige Bewertungsniveau lockt wieder einige Anleger aus der Deckung. Von den bullishen Investoren wird fest davon ausgegangen, dass sich die Konsolidierungsphase, die in den letzten Monaten herrscht, sich zu einem Aufwärtstrend umwandeln könnte. Nachdem der Bitcoin im ersten Halbjahr einen Kursverlust von rund 60 % hinnehmen musste, so ist es durchaus denkbar, dass es zu einer solchen Erholung kommt.

Grund 2: Saisonaler Zyklus

Der Bitcoin verzeichnete gerade in den letzten drei Jahren 2015 bis 2017 vor allem in der zweiten Jahreshälfte eine außerordentliche Kursschwäche. Zwischen Juli und Dezember 2015 kletterte der Preis des Bitcoins um 75 % und auch im darauffolgenden Jahre konnte die Leit-Kryptowährung in dieser Zeit um rund 45 % zulegen. 2017 war das Rekordjahr, denn zwischen Juli und Dezember legte der Bitcoin eine Preissteigerung von 450 % (!) hin. Aber auch die folgenden drei Argumente für ein volatiles und möglicherweise handelsintensives 2. Halbjahr 2018 sprechen dafuer, dass es saisonale Trends gibt.

Grund 3: Kein Wertpapier

In der Krypto-Szene wurde die jüngste Entscheidung der SEC, dass Bitcoin und Etherum nicht als Wertpapier zu klassifizieren sind, als grosser Erfolg gefeiert. Durch diese Entscheidung befinden sich die beiden größten Krypto-Währungen weiterhin außerhalb der Reichweite der rechtlichen Zuständigkeit der US Börsenaufsichtsbehörde SEC. Allerdings gilt diese Entscheidung bislang nur für die beiden Krypto-Währungen Bitcoin und Ethereum. Momentan ist noch unklar, ob die anderen Kryptowährungen ebenfalls auf die gleiche Weise zu klassifizieren sind. Aber dennoch: Anleger, die in den Bitcoin investieren wollen, müssen in Zukunft dennoch mit strengeren Regeln rechnen, trotz dieser positiven Entscheidung. Der Grund dafür ist, dass die Regulierungsbehörden den Digitalwährungsmarkt mit grosser Skepsis gegenüberstehen. Besonders für die institutionellen Investoren stellt ein solch unsicheres Umfeld ein massives Hindernis dar, denn nur dann, wenn eine absolute Planungssicherheit besteht, ist es möglich, größte Krytpo-Positionen aufzubauen.

Grund 4: Neue Anwendungsmöglichkeiten

Wird einmal von den regulatorischen Bedenken der Investoren abgesehen, dann ist auch die Skepsis der Bevölkerung gegenüber dem Bitcoin ein Faktor, durch den eine weitere Kurssteigerung belastet wird. Der Bitcoin ist trotz seiner großen medialen Aufmerksamkeit und dem Hype um die Kryptowährungen nur eine kleine Nebeninvestitionsklasse. Jedoch könnte die Ausbreitung der Blockchain-basierten Anwendungen und der realen Anwendungsfälle dazu beitragen, dass die Reichweite des Bitcoins sich weiter ausweitet. Dennoch wird der Bitcoin bis dato als ein reines Spekulationsobjekt betrachtet und nicht als existentes Zahlungsmittel. Durch diesen Fakt ist es kaum verwunderlich, dass sich die Bitcoin-Anhänger darüber beklagen, dass die meisten der digitalen Münzen aus spekulativen Motiven erworben werden und nicht aufgrund des inhärenten Nutzens. Der Bitcoin könnte, durch neue Anwendungsfälle für die Blockchain-Technologie, die sich auch schnell materialisieren lassen und damit den Mehrwert des Bitcoins demonstrieren, in Zukunft zu neuen Glanz verhelfen.

Grund 5: Investoren werden verprellt

Der Bitcoin leidet trotz vieler positiver Signale an seiner öffentlichen Wahrnehmung. Die Sicherheitsbedenken, die durch Hacker und Betrüger hervorgerufen werden, verunsicherten viele Nutzer. Das Vertrauen der Anleger wurde durch Meldungen über geplünderte Kryptowährungsguthaben und Ähnliches bis aufs Mark erschüttert. Erst der kürzlich durchgeführte Hackerangriff auf den Südkoreanischen Börsenplatz Bithumb führte dazu, dass es zu einem rapiden Preissturz von rund 12 % kam. Von den Dieben wurden bei dem Angriff Bitcoins im Wert von fast 30 Millionen US-Dollar erbeutet. Allerdings handelt es sich bei solchen Angriffen keineswegs um isolierte Einzelfälle und sie untergraben das Vertrauen der Investoren, die in die Kryptowährung investieren. Von Experten wird geschätzt, dass bis April 2018 allein rund 670 Millionen US-Dollar an Kryptowährungsvermögen durch professionelle Hackerangriffe gestohlen wurden. Selbst wenn der Bitcoin selbst, als unzerstörbar gilt, so ist das Ökosystem, in dem sich die Kryptowährung befindet, noch weit davon entfernt. Sollte es nicht möglich sein, in Zukunft solch kriminelle Machenschaften zu unterbinden, dann wird es der Digitalwährung nicht möglich sein, sich im Mainstream zu etablieren.

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