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Künast: Bayer hat „giftige Geschäftspraktiken“ von Monsanto ignoriert

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Renate Künast hat dem Management des Bayer-Konzerns vorgeworfen, "giftige Geschäftspraktiken" des US-Tochterunternehmens Monsanto ignoriert zu haben. "Mit der Übernahme von Monsanto hat Bayer nicht nur landwirtschaftliche Gifte, sondern auch toxische Geschäftspraktiken übernommen", sagte Künast der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe) mit Blick auf von Monsanto offensichtlich geführte geheimen Listen mit Kritikern des Unternehmens und seiner Produkte wie den möglicherweise krebserregenden Unkrautvernichter Glyphosat. Die Betroffenen müssten unverzüglich und noch vor Abschluss der internen Aufklärungsaktivitäten erfahren, ob und welche Daten über sie gespeichert wurden - und zu welchem Zweck, forderte Künast. "Wer das System Monsanto mit offenen Augen betrachtet hat, konnte wissen, dass Wissenschaftler mit Fake-Studien diskreditiert wurden und Kritiker mit Kampagnen mundtot gemacht werden sollten." Künast sagte weiter: "Das Management von Bayer hat dabei wissentlich weggesehen." Künast forderte in einem gemeinsamen Brief mit Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter und fünf weiteren Abgeordneten aus Bundestag und EU-Parlament Bayer-Chef Werner Baumann zur Offenlegung der Kritiker-Listen auf. Foto: Renate Künast, über dts Nachrichtenagentur

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