Das Statistische Bundesamt hat kürzlich die Ergebnisse des Zensus 2022 veröffentlicht. Laut dieser bundesweiten Volkszählung wohnen derzeit rund 83,2 Millionen Menschen in Deutschland – das sind etwa 330.000 weniger, als zuvor angenommen. Diese Differenz betrifft insbesondere die ausländische Bevölkerung im Land.
Die genauere Erfassung der Einwohnerzahlen durch den Zensus liefert der Regierung wichtige Daten für die Planung und Umsetzung von politischen Maßnahmen in Bereichen wie Wohnen, Infrastruktur, Soziales und Integration. So kann der Bund zum Beispiel den künftigen Bedarf an Kita-Plätzen, Rentenbezügen oder Arbeitslosenhilfe präziser berechnen.
Besonders auffällig ist, dass der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung deutlich niedriger ausfällt als erwartet. Laut den Zensus-Ergebnissen haben rund 11,9 Millionen Menschen keine deutsche Staatsbürgerschaft – das sind rund 200.000 weniger als die vorherigen Schätzungen. Experten vermuten, dass die Corona-Pandemie sowie Veränderungen beim Zuzug und bei Einbürgerungen zu dieser Abweichung geführt haben.
Insgesamt liefert der Zensus 2022 den Behörden ein genaueres Bild der aktuellen Bevölkerungsstruktur in Deutschland. Die gewonnenen Erkenntnisse sind eine wichtige Grundlage für künftige politische Entscheidungen und die Ausrichtung staatlicher Leistungen.
