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Legasthenie bei Kindern – Freude am Lernen wiederfinden

Legasthenie - Legasthenie bei Kindern - Freude am Lernen wiederfindenMünchen - Das Thema Legasthenie wird in vielen Bereichen immer noch oft mit „spitzen Fingern“ angefasst oder einfach ignoriert. Vielfach wird Legasthenikern auch mangelnde Intelligenz oder Lerneifer nachgesagt. Dies ist grundfalsch und Geschichte sowie Gegenwart zeigen, dass diese Schwäche gar nicht so selten ist, bei richtiger Therapie jedoch ihre Auswirkungen weit gemindert werden können. Eine gute Voraussetzung ist dabei, Legasthenie bei Kindern frühzeitig erkennen zu können, um korrigierend einzuwirken. Schnell kann es nämlich durch nicht erkannte Legasthenie zu ernsthaften Schwierigkeiten, zum Verlust des Selbstvertrauens und zu gravierenden Lernrückständen kommen, die das Kind die Lust am Lernen völlig verlieren lassen.

Prominente Legastheniker zeigen: Alles ist möglich


Ob Leonardo Da Vinci und Albert Einstein tatsächlich Legastheniker gewesen sind, ist noch immer umstritten. Einstein behauptete jedoch von sich selbst, dass seine größte Schwäche sein schlechtes Gedächtnis für Wörter und Texte sei und dass seine Denkansätze eher durch Vorstellung vor seinem „geistigen Auge“ entstanden sind und weniger mit Wörtern zu tun hätten. Diese Äußerung spräche in gewissem Maße für die These, doch lässt sich 58 Jahre nach seinem Tod keine verlässliche Aussage mehr treffen.

Auch andere Prominente wie Winston Churchill, Walt Disney oder der Schauspieler Orlando Bloom hatten oder haben mit dieser Teilleistungsschwäche zu kämpfen.

Was ist Legasthenie?


Eine eindeutige Definition für „die“ Legasthenie gibt es nicht, vielmehr handelt es sich um anlagebedingte oder durch Entwicklungsstörungen hervorgerufene Störungen beim Erlernen der Schriftsprache. Dies hat - wie bereits gezeigt - nichts mit Intelligenzmangel oder Faulheit zu tun. Legastheniker sind nicht fähig, in Form von Buchstaben und Wörtern Geschriebenes in den richtigen Zusammenhang zu bringen. Dem Legastheniker fällt es schwer, aus dem Gelesenen sinnvolle Schlüsse zu ziehen aber auch Gehörtes in Schriftsprache umzusetzen. Oft spricht man in diesem Zusammenhang vom Buchstaben- und Zahlen-Karussell, das der Legastheniker sieht.

Legasthenie rechtzeitig erkennen und individuell therapieren


Neueste Forschungen ergaben, dass bei Legasthenikern in einigen Gehirnregionen Zellen nicht ausreichend miteinander vernetzt sind, weshalb es unmöglich ist, Legasthenie völlig zu heilen. Bei rechtzeitiger Therapie bestehen gute Chancen, diese zurückzudrängen oder zu kompensieren. Therapeuten sind heute recht gut in der Lage Legasthenie bei Kindern behandeln zu können. Dazu ist es wichtig, bereits die ersten Symptome richtig zu deuten und sich frühzeitig an erfahrene Therapeuten zu wenden.

Handelte es sich tatsächlich um eine anlagebedingte Lese-Rechtschreib-Schwäche, hilft es nicht, die Kinder mit Strenge, Wiederholungen, Korrigieren und Pauken zum Lesen und Schreiben zu bringen, sondern hier sind professionelle Methoden und therapeutische Ansätze gefragt, die nur ein geschulter Therapeut - im besten Falle mit pädagogischen Fähigkeiten - ausreichend beherrscht und der auch die Gabe hat, sich in die Sicht der jungen Patienten hineinversetzen zu können. Nur so können Kinder auch die Freude am Lernen finden oder wiederfinden.

Foto: © PerlenVorDieAugen - Fotolia

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1 Kommentar

  1. Neueste Forschungen ergaben …?

    Welche Forschungen waren das, die Sie als die Neuesten deklarieren?

    Eine mangelnde Vernetzung in einigen Gehirnregionen als Ursache für das Erscheinungsbild Legasthenie?

    Aha!

    Die moderne Hirnforschung zeigt mir allerdings, dass jederzeit eine Vernetzung von Neuronen möglich ist!

    Mit ein bisschen Begeisterung sogar sehr schnell!

    Bei rechtzeitiger Therapie?
    Was ist rechtzeitig – und was für eine Therapie bieten die von Ihnen benannten „erfahrenen Therapeuten“ denn an?

    Und!

    Wer trägt die Kosten für diese Therapieformen?

    Ja, ganz genau!

    Die Eltern selbst oder die Landratsämter, denn unsere Krankenkassen bezahlen keine Legasthenie-Therapien.

    Sie zahlen jedoch Mittelchen.
    Mittelchen, die diesen kleinen Genies verabreicht werden.

    Gehen wir doch der wahren Ursache auf den Grund!

    Schauen wir uns beispielsweise Ronald Davis an.
    Er hat eine Methode entwickelt, die den betroffenen Kindern hilft, mit Spaß das Lesen und Schreiben zu lernen – und plötzlich sind diese vielen Neuronen in den entscheidenden Hirnregionen vernetzt – wunderbar vernetzt! ♥

    Jedes Kind kann das Lesen und Schreiben lernen.
    Jedes Kind auf seine individuelle Art!

    Und legasthene Kinder lernen das eben ein wenig anders – doch sie lernen es!

    Herzliche Grüße aus Bayern
    Manuela Engl

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