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Maas: EU muss im Nahen Osten „stärker Gesicht zeigen“

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat die Europäer dazu aufgerufen, mehr Verantwortung bei der Friedenssicherung im Nahen Osten zu übernehmen. „Europa ist schon jetzt massiv in der Region engagiert“, sagte Maas den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. In dem Maße, „wie die USA sich aus ihrer Gestaltungsrolle zurückziehen“, müsse man aber „auch politisch noch stärker Gesicht zeigen, so wie wir es beim Atomabkommen mit Iran schon getan haben, und wie wir es im Berliner Prozess für Libyen gerade tun“, so der Außenminister weiter.

Was im Nahen Osten geschehe, betreffe Europa unmittelbar. „Das muss seit der Flüchtlingswelle von 2015 allen bewusst sein“, so der SPD-Politiker. Beim EU-Außenministertreffen am Freitag habe er vorgeschlagen, dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell ein klares Mandat zu geben, in der Krisenregion zu besprechen, „wie wir die hart erkämpften Fortschritte bei der Stabilisierung bewahren und die Bekämpfung des IS weiterführen können“, sagte Maas. Er sei „froh, dass es dafür gestern in Brüssel einen Konsens“ gegeben habe.

Foto: Naher Osten, über dts Nachrichtenagentur

 

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