In der russischen Führungsebene weht ein rauer Wind: Präsident Wladimir Putin könnte mit einem Treffen zwischen ihm und dem Gouverneur von Tula, Alexei Djumin, ein Zeichen gegenüber seinem Verteidigungsminister Sergej Schoigu gesetzt haben. Dieses Treffen fand besondere Beachtung, da Djumin eine Nähe zur Wagner-Gruppe hat und sich mit den militärischen Leistungen Tulas brüstete – ein Signal, das inmitten der unerreichten Kriegsziele im Ukraine-Konflikt politisches Gewicht haben könnte. Der Druck auf Schoigu wird zusätzlich durch die Festnahme seines Vertrauten, dem stellvertretenden Verteidigungsminister Timur Iwanow, verstärkt. Dies interpretieren Experten und Kritiker des Kremls als deutliche Warnung an Schoigu. Es brodelt die Frage, ob Djumin, als ehemaliger Vize-Verteidigungsminister und Putins Leibwächter, die Rolle von Schoigu übernehmen könnte. Trotz Gerüchten bleibt ein solcher Führungswechsel bisher Spekulation, doch die Spannungen innerhalb der russischen Verteidigungspolitik scheinen sich zuzuspitzen.
