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Mehr Ladestationen für Elektroautos in Braunschweig

Die Stadt Braunschweig erweitert ihre öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Der Verwaltungsausschuss stimmte am Dienstag, 17. März zu, die Bellis GmbH mit der Installation von bis zu 16 Schnellladestationen im Stadtgebiet zu beauftragen. Die Schnellladestationen werden als Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Rahmen des „Schaufensters Elektromobilität“ vornehmlich an zentralen und hochfrequentierten Standorten im Stadtgebiet aufgebaut. Der Aufbau erfolgt schrittweise ab Sommer 2015. Die einfach zugänglichen Stellplätze mit Ladesäulen in Parkgaragen und auf öffentlichen Parkplätzen werden exklusiv für Elektrofahrzeuge ausgewiesen.
Die Bellis GmbH erhält den Auftrag zur Beschaffung, Installation und zum Betrieb der Ladeinfrastruktur, der Strom dafür wird vom Braunschweiger Energieversorgerunternehmen BS|Energy geliefert. „Wir haben intensive Gespräche mit der Bellis GmbH und BS|Energy im Rahmen dieses umfangreichen Forschungsprojektes geführt“, erklärt Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa. „Die geplanten Standorte werden im Rahmen des Auftrags nun technisch überprüft. Es ist vorgesehen, alle Ladesäulen mit Naturstrom zu versorgen. Im Laufe der Prüfung können sich die Standorte und technischen Spezifikationen noch geringfügig ändern.“ Bis zum Ende des „Schaufenster Elektromobilität“ im Dezember 2015 können die Autos kostenlos an den Schnellladesäulen aufgeladen werden.
Aufgestellt werden überwiegend Ladesäulen, die mit einer kombinierten DC/AC-Ladetechnik zwei Ladepunkte anbieten, so dass ein gleichzeitiges Laden mit dem langsameren Ladeverfahren via Wechselstrom (AC) und dem schnelleren Gleichstrom (DC) möglich ist. In einigen Parkgaragen, wie zum Beispiel in der Parkgarage Schloss, sollen zwei DC/AC-Ladesäulen aufgebaut werden, an denen noch einmal bis zu vier weitere Ladepunkte in Form von Verteilerboxen angeschlossen sind. Durch die angeschlossenen Boxen können in diesen Parkgaragen jeweils bis zu zwölf Elektroautos gleichzeitig geladen werden. Die Ladesäulen werden mit der Ladetechnik nach dem CCS-Standard ausgestattet, zudem ist die Ladesäule am Standort am Institut für Fahrzeugtechnik ein Multicharger, was bedeutet, dass dort auch Elektroautos mit dem CHAdeMO-Stecker aufgeladen werden können, die vor allem in Frankreich, Portugal und den Benelux-Ländern verbreitet sind.
Der Aufbau der Ladeinfrastruktur in Braunschweig ist Bestandteil des Projekts „Standardisierte bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur Eine Region wird vernetzt“ des „Schaufenster Elektromobilität“. In dem Projekt werden weitere Maßnahmen zur Erforschung und Förderung der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität umgesetzt. Es ist beabsichtigt, die Ladesäulen in den gängigen Apps zur Elektromobilität einzubinden, damit sich die Nutzer der Schnellladesäulen im Vorfeld über die Verfügbarkeit der jeweiligen Ladepunkte informieren können. Die Standorte der Ladesäulen werden in den elektronischen Stadtplan eingebunden und in städtischen Medien sowie im Internet veröffentlicht. Die Nutzer können sich unter www.braunschweig.de/emobil über die aktuellen Entwicklungen informieren.
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