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Mehr Verkehrsunfälle – Erste Hilfe Kurse werden wichtiger

Wer im Straßenverkehr mit einem Fahrzeug unterwegs ist, der benötigt eine Bescheinigung über die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs. Die Teilnahme an einem solchen kann im Ernstfall Leben retten und kann schneller gebraucht werden, als so mancher denkt.

Zahl der Verkehrstoten steigt

Infolge von Verkehrsunfällen sind 2018 mehr Menschen ums Leben gekommen als in 2017. Diese zeigt eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes auf. Besonders gefährdet sind Motorrad- und Fahrradfahrer. Nach zwei Jahren des Rückgangs sind auf den deutschen Straßen wieder mehr Menschen bei Unfällen ums Leben gekommen. Im Jahr 2018 sprach das Statistische Bundesamt von 3265 Verkehrstoten. Das stellt eine Zunahme im Vergleich zum Vorjahr von 2,7% dar. Zugleich handelt es sich um den drittniedrigsten Stand seit 1950, wie das Amt unter Berufung vorläufiger Ergebnisse im Februar dieses Jahres berichtete. Des Weiteren nahm die Zahl der Verletzten in 2018 gegenüber dem Vorjahr zu: um 1,1% auf rund 394.600 Personen.

Es vergeht kaum ein Tag an dem es nicht „kracht“

Es vergeht kaum ein Tag, an dem es im deutschen Straßenverkehr nicht zu einem Unfall kommt. Da der PKW das meist genutzte Verkehrsmittel der Deutschen ist, sind die Autofahrer im Gegensatz zu anderen Verkehrsteilnehmern öfter in Verkehrsunfälle verwickelt. Zudem besagt die Statistik, dass es sich bei den meisten der Verletzten oder Todesopfern im Straßenverkehr um PKW-Fahrer handelt. Im Jahr 2015 wurden knapp 380.000 Autofahrer in einen Unfall mit Personenschaden verwickelt. Die Schuld lag in 55,5% der Fälle direkt beim Fahrer. In 81,4% der Unfälle, die sich in 2015 ereigneten, bei denen Personen zu Schaden kamen, waren Autos involviert. Weiterhin besagt die Unfallstatistik, dass 46,8% der Verkehrstoten und 55,8% der Verletzten in einem PKW unterwegs waren. Laut der Statistik 2015 verunglückte somit jeder zweite Verkehrstote in einem Auto. Selbst wenn Autounfälle laut der Statistik keine Seltenheit darstellen, so tragen die Autofahrer im Durchschnitt weniger Schaden davon, als andere Verkehrsteilnehmer.

Wenn es darum geht anderen Menschen zu helfen

Es passieren somit tagtäglich Unfälle auf Deutschlands Straßen, bei denen Menschen verletzt werden. Somit kann der Fall eintreten, dass man selbst in einen Unfall gerät oder diesen beobachtet, in dem Personen verletzt werden, denen sofort geholfen werden muss. Dabei kann es sein, dass man sich im Notfall als Ersthelfer ganz allein um das oder die Unfallopfer kümmern und ihnen helfen muss. Je nach Schwere der Verletzungen ist sofortiges Handeln im Notfall nicht nur ratsam, sondern es ist Pflicht. Wer körperlich in der Lage ist, sich um eine verletzte Person zu kümmern, der muss dieser Pflicht nachkommen. Ansonsten kann eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung drohen. Die Frage, die sich viele Auto- und Motorradfahrer stellen, ist, welcher Erste Hilfe Kurs , für welchen Führerschein notwendig ist. Unterscheiden sich die Ausbildungsinhalte und welche Kosten kommen für einen solchen Kurs auf einen zu? Gibt es eine Gültigkeitsdauer für den Kurs und ist es möglich einen speziellen Erste-Hilfe-Kurs für Kinder zu belegen?

Der Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein

Ein jeder der zum ersten Mal einen Führerschein beantragt, der musste vor 2016 eine Bescheinigung über die Teilnahme an einem Kurs über lebensrettende Sofortmaßnahmen vorweisen. Umgangssprachlich wurde vom „kleinen“ Erste-Hilfe-Kurs gesprochen. Dieser war notwendig für die Führerscheinklasse AM, A1, A2, A, B, BE, L und T. Mittlerweile wird für alle Führerscheinanwärter – auch in der § 19 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) - folgender Kurs vorgeschrieben: „Bewerber um eine Fahrerlaubnis müssen an einer Schulung in Erster Hilfe teilnehmen, die mindestens neun Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten umfasst. Die Schulung soll dem Antragsteller durch theoretischen Unterricht und durch praktische Übungen gründliches Wissen und praktisches Können in der Ersten Hilfe vermitteln.“ Seit dem 01. April 2015 gibt es neue Regeln zum Thema „Erste Hilfe“. Die Kurse wurden verkürzt von 16 Stunden auf neun Stunden. Dies bezieht sich auf den Kurs für die lebensrettenden Sofortmaßnahmen. Zugleich wurde der Auffrischungskurs um eine Stunde verlängert, sodass beide Kurse nun eine Dauer von neun Stunden aufweisen.

Die Kosten und die Gültigkeit

Je nachdem ob ein Erste-Hilfe-Kurs absolviert oder ein Auffrischungskurs besucht wird, es ist unterschiedlich hohe Beträge fällig. Die Kosten betragen zwischen 20 und 40 Euro wobei das vom Anbieter abhängig ist. Ist einmal ein solcher Kurs absolviert worden, ist es nicht notwendig, die Kenntnisse aufzufrischen. Dementsprechend ist die Gültigkeit des Erste-Hilfe-Kurs unbegrenzt. Das heißt, es muss niemand noch einmal einen Kurs belegen, aber es ist sinnvoll, nach einiger Zeit erneut einen Kurs zu besuchen. Denn das erlernte, verschwindet schneller aus dem Gedächtnis, als man sich bewusst ist. Somit kann eine Auffrischung oder Fortbildung im Notfall Leben retten. Bei einem Unfall können Sekunden entscheidend sein. Muss ein Ersthelfer erst überlegen, wie eine Herzdruckmassage funktioniert, dann kann sich der Gesundheitszustand des Unfallopfers rapide verschlechtern. Es ist daher eine Überlegung wert, und auch im Hinblick auf die Kosten keine Investition die lange im Voraus geplant werden muss. Selbst mit geringen Budget ist es möglich sein Wissen im Bereich auf die Erste Hilfe aufzufrischen.

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