Meuthen droht der Jungen Alternative

Meuthen droht der Jungen Alternative

In der Debatte über die Radikalisierung der Jungen Alternative (JA) droht AfD-Chef Jörg Meuthen der Jugendorganisation. „Die Partei muss der Jungen Alternative wie ein Vater seinen Kindern sagen: `Wenn ihr jetzt nicht sofort auf den Pfad der Tugend zurückkehrt, dann werdet ihr die schützende Hand des Vaters verlieren!`“, sagte Meuthen der „Welt am Sonntag“. Diese Drohung sei „jetzt nötig, und sie muss glaubwürdig sein, sonst macht man sich unglaubwürdig“.

Die AfD sei „schließlich nicht die Partei der antiautoritären Pädagogik“, so der AfD-Chef weiter. Angesichts zahlreicher Austritte moderater JA-Mitglieder in Baden-Württemberg sowie der Bobachtung einiger JA-Landesverbände durch Verfassungsschutzämter forderte der AfD-Chef, „dass die Junge Alternative sich von einzelnen extremistischen Mitgliedern trennt, die sie zu unterwandern versuchen“. Dabei setze er „auf die Selbstreinigungskräfte unserer Parteijugend“. „Sollte der Jungen Alternative dies nicht gelingen, muss und wird die Partei entschieden einschreiten. Die Ultima Ratio wäre eine Aberkennung der Jungen Alternative als Jugendorganisation der AfD“, so der AfD-Politiker. Er glaube und „hoffe jedoch, dass dies nicht nötig sein wird“. Hingegen sieht der AfD-Landesvorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern, Bundestagsfraktionsvize Leif-Erik Holm, in seinem Landesverband keinen Anlass für die Androhung einer organisatorischen Neuordnung der JA. „Ich stehe hinter der Jungen Alternative in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Holm der „Welt am Sonntag“. Es gebe keinen Grund, „unsere engagierten jungen Leute für etwas abzustrafen, was anderswo vorgefallen ist“. Zwar sei „klar, dass inakzeptablen Äußerungen, wie es sie offensichtlich in anderen JA-Verbänden gegeben hat, mit aller Konsequenz entgegengetreten werden“ müsse. Aber in Mecklenburg-Vorpommern arbeite die AfD „mit der JA weiterhin vertrauensvoll zusammen“, so Holm.

Foto: Jörg Meuthen, über dts Nachrichtenagentur

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