NewsSchweizUnternehmen - aktuelle Wirtschaftsnachrichten zu Firmen

Millionenverlust bei der CPH-Gruppe

CPH Gruppe Uetikon am SeePerlen – Es waren Wertberichtigungen beim Anlagevermögen, die sich bei der CPH Gruppe nachhaltig zu Buche schlugen. Sie betrug 250,9 Millionen Franken und betrifft zum Großteil die Anlagen der Papierproduktion. Aber auch der Umsatzrückgang von 1,5 Prozent trug zum negativen Betriebsergebnis von 277,6 Prozent bei. Seit Jahren kämpft die CPH gegen die rückläufige Nachfrage bei Zeitungs- und Magazinpapier. Überkapazitäten haben sich ergeben, die sich auf die Profitabilität auswirken. Aber es ist auch der starke Franken, der das Unternehmen belastet. Lag 2007 der Umsatz mit 592,5 Millionen Schweizer Franken noch im Plus, machte sich 2009 bereits die Wirtschaftskrise bemerkbar. Ein Verlust von 19,2 Millionen Franken wurde eingefahren.

Papier größter Umsatzanteil

Der Bereich Papier trägt bei der CPH Gruppe 64 Prozent zum Umsatz bei. Im Oktober 2013 lag der Bereich noch über dem Niveau von 2012, doch der Preisverfall am Markt wirkte sich derart stark aus, dass der Umsatz unter das Vorjahresniveau sank. Die geringere Nachfrage bei Papier hätte einen Verdrängungswettbewerb in Europa ausgelöst, die Preise seien bis zu 30 Prozent gesunken.  heißt es seitens CPH. Im Bereich Verpackung, umsatzanteilig mit 24 Prozent, konnte ein Wachstum verzeichnet werden. In der Sparte Chemie wartet das Unternehmen noch darauf, dass sich die Nachfragemärkte weiter erholen. Die Umsätze waren 2013 wieder rückläufig, nachdem sie 2012 angezogen hatten. Für das Unternehmen steht jedoch fest, dass an der Dividendenpolitik trotz der Verluste festgehalten werden soll. Im April soll auf Vorjahresniveau zum Preis von 13 Franken pro Aktie beantragt werden.

Unternehmen seit 1818

Der Chemiebereich von CPH geht auf die älteste, sich noch in Betrieb befindliche chemische Fabrik der Schweiz in Uetikon am See zurück. Sie wurde von den Gebrüdern Schnorf gegründet. Die Familie Schnorf beteiligte sich sodann 1881 an der Papierfabrik in Perlen. Die Wiege für die heutige CPH-Gruppe war durch den Schritt entstanden. In den 1950er Jahren wurde mit der Beschichtung von Papier begonnen und somit der Bereich Verpackung geschaffen. In der heutigen Struktur existiert das Unternehmen seit 2003. Im Bereich Chemie liegt der Schwerpunkt auf Molekularsieben und Silicagelen für die Industrie und auf Chromatographiegelen für die Pharmaindustrie. Ein Tochterunternehmen, die Chemie Uetikon AG, ist auf Lösungsmittel für die NMR Spektroskopie spezialisiert. Perlen Packaging und Perlen Papier sind die Namen von Verpackung und Papier auf dem Markt. Für Verpackung wird reine PVC-Monofolien ebenso erzeugt wie PVdC-Hochbarrierefolien. Sie finden Anwendung bei der Blisterverpackung von Medikamenten. Für die Pharmaindustrie ist CPH bei beschichteten Folien der drittgrößte Anbieter weltweit. Der Verpackungsbereich zeigte 2013 Wachstum, und dieses Wachstum erwartet das Unternehmen für alle Bereich im Jahr 2014, denn am Jahresende werde es heuer keinen Verlust geben, hieß es.

Foto: © CPH-Gruppe

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"