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Mohamed Ali Oukassi – auf Zusammenbruch von Lieferketten vorbereiten

Die Corona-Krise hat die Welt derzeit fest im Griff, betroffen ist auch die E-Commerce Branche im erheblichen Maße – so etwa auch viele Händler auf der weltweit größten Verkaufsplattform Amazon. Mohamed Ali Oukassi, Inhaber der Agentur eBakery, hat daher einige aktuelle Empfehlungen, wie sich Shopbetreiber aufstellen sollten, um der aktuellen Krise bestmöglich zu begegnen. Hierbei geht es insbesondere auch darum, seinen Status als Händler zu erhalten und z.B. auch seine Amazon Rankings nicht zu verlieren.

Wie man in Amazon weit vorne gelistet ist, ist eine Wissenschaft für sich. In seinen Amazon Ranking Tipps gibt Mohamed Ali Oukassi wichtige grundsätzliche Hinweise, wie man sich mit Amazon SEO so aufstellt, dass man von potenziellen Kunden auf der Verkaufsplattform gut gefunden wird. Neben den klassischen Optimierungsmaßnahmen zählen dazu auch Faktoren wie Produktverfügbarkeiten und Lieferzeiten. Genau diesen Faktoren sollte angesichts der Situation rund um Corona besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Corona legt Fertigungsstätten und Transportwege lahm

Vorsichtsmaßnahmen, die im Aufgrund der Ausbreitung von Corona getroffen wurden und werden, führen dazu, dass ganze Fabriken, vor allem in China stillstehen. Auch Transportwege sind teilweise lahm-gelegt, da LKW-Fahrer nicht zur Arbeit können oder dürfen, Schiffe nicht mehr in See stechen, Flugzeuge am Boden bleiben, uvm. Ergebnis ist, dass die Ware nicht dann in Europa eintrifft, wenn sie erwartet wird. Lager leeren sich nun rasant und Produkte können letzten Endes nicht in den Zeitfenstern ausgeliefert werden, wie sie auf Amazon angegeben werden.

Oukassi meint dazu:

Auf genau diesen Zusammenbruch der Lieferketten müssen sich alle Seller auf Amazon vorbereiten, die Produkte aus China oder einem anderen vom Corona-Virus stark betroffenen Land vermarkten. Berücksichtigt werden müssen auch indirekte Lieferketten, also beispielsweise, wenn das vermarktete Produkt Einzelteile enthält, die ebenfalls nicht mehr Verfügbar sind.

Hier gilt es laut Mohamed Ali Oukassi gut zu planen. Keinesfalls sollte passiv zugeschaut werden, wie sich die Krise auch für den Händler selbst immer mehr verschärft, sondern es gilt zu handeln und an allen Schrauben zu drehen, über die man Einfluss nehmen kann. Konkret gibt der E-Commerce Berater Mohamed Ali Oukassi folgende allgemeine Handlungsempfehlungen für Amazon Händler:

1) Ware aufstocken die (noch) verfügbar ist
Für den Händler ist es möglicherweise absehbar, dass bestimmte Produkte sich verknappen könnten. Hier gilt es, sich Lagerbestände (über das Normalmaß hinaus) anzulegen.

2) Nach weiteren Lieferanten Ausschau halten
Alles auf eine Karte zu setzen ist in den wenigsten Fällen eine sinnvolle Idee. Waren sollten nach Möglichkeit nicht nur von einer Quelle bezogen werden. Wer noch keine Alternativen zu seinem Stammlieferanten aufgetan hat, der sollte sich spätestens jetzt auf die Suche begeben.

3) Fokussierung auf Ladenhüter
Sollte es so kommen, dass typischerweise begehrte Produkte massenhaft vergriffen sind, so besteht die einmalige Möglichkeit, Ladenhüter, die sonst schwer verkäuflich wären, nun doch abzusetzen. Verbraucher tätigen nun möglicherweise entsprechende Käufe aufgrund fehlender Alternativen. Theoretisch sogar eine einmalige Chance in dieser Krise!

4) Verkäufe ggf. zunächst vermeiden
Je nach Branche und Produkt, kann es auch sinnvoll sein, bestimmte Produkte, von denen man eine künftige Verknappung erwartet, erst einmal nicht zu verkaufen oder zumindest in gedrosselter Geschwindigkeit. Verknappt sich das Produkt später, so kann der Preis steigen – und somit kann man dann auch mit den selben Waren höhere Erlöse erzielen.

5) Keine Wucherpreise!
Keinesfalls sollte jedoch der vorherige Tipp so verstanden werden, dass man nun zu Wucher-Preisen neigt – auch das wird konsequent von Plattformen wie Amazon oder eBay geahndet, wie jüngste Vorfälle mit Atemmasken, Schutzanzügen oder Desinfektionsmitteln gezeigt haben. Maßhalten heißt auch hier die Devise.

Natürlich ist die konkrete Anwendung all dieser Tipps von der individuellen Situation des Amazon Händlers abhängig. Nichtsdestotrotz schadet es nichts, die Punkte Schritt für Schritt auf Notwendigkeit sowie Machbarkeit hin zu untersuchen, um möglichst unbeschadet durch die voraussichtlich bevorstehende Krise zu gelangen und am Ende besser dazustehen als die Konkurrenz.

Panik ist ein schlechter Berater

All diese Maßnahmen haben zunächst einmal mit sinnvollem wirtschaftlichen Handeln zu tun. Aber es geht nicht zuletzt auch darum, seinen Ruf als zuverlässiger Onlinehändler nicht durch Lieferunterbrechungen in Gefahr zu bringen und somit letzten Endes damit auch die Amazon Rankings. Diesen Gedanken sollte man im Hinblick auf Engpässe stets im Hinterkopf behalten. Wie eigentlich in jeder Krise gilt: In Panik zu verfallen ist keine gute Idee! Stattdessen sollte besonnen überlegt werden, welche Herausforderungen auf einen zukommen und auch nicht vergessen werden, dass in vielen Krisen auch eine gewisse Chance steckt – insbesondere, wenn man diese besser meistert als die Konkurrenz.

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