Munich-Re-Finanzchef: „Wir sind offen für größere Akquisition“

Wenige Wochen vor dem anstehenden Führungswechsel beim DAX-Konzern Munich Re zeigt sich das Topmanagement des weltgrößten Rückversicherers offen für eine mögliche große Übernahme: „Wir sind offen für eine größere Akquisition, aber in den vergangenen Jahren haben einfach die Preise nicht gestimmt“, sagte Munich-Re-Finanzvorstand Jörg Schneider dem „Handelsblatt“. Die zunehmende Unsicherheit in der Welt spiegele sich bisher in keiner Weise in den aufgerufenen Summen für mögliche Akquisitionen wider. „So sind mögliche Übernahmeziele bisher schlicht zu teuer – und ich fürchte, das wird sich auch so schnell nicht ändern“, betonte er.

Dennoch hat der Konzern aus München bereits sehr konkrete Vorstellungen für einen Zukauf entwickelt. „Wenn wir jedoch zukaufen sollten, dann wird das eher nicht in der traditionellen Rückversicherung sein“, sagte Schneider. „Was wir dort zukaufen, könnten wir danach teilweise wieder verlieren.“ Denn die Kunden der Munich Re würden ihr Risiko lieber verteilen und nicht allein bei einer Adresse absichern wollen. So blickt der Rückversicherer bei möglichen Akquisitionen in einen Sektor, der abseits des eigentlichen Kerngeschäfts liegt: „Erstversicherer mit einer spezialisierten Ausrichtung, die unser Know-how ergänzen und für die wir eine größere Plattform bieten, wären ideale Übernahmepartner“, gibt Schneider als Vorgabe aus.

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