Munich Re sieht nur wenige interessante Insurtechs

Der Rückversicherer Munich Re sieht nur wenig interessante Insurtechs. Auf die Frage, ob im breiten Spektrum der Insurtechs sehr viel Mode und zu wenig Innovation vorhanden sei, sagte Andrew Rear, der im vergangenen Jahr die neu geschaffene Sparte für Kooperationen mit sogenannten Fintechs und Insurtechs bei Munich Re übernommen hatte, dem „Ja, das ist so“. Rear sieht in diesem Bereich zwar viel Masse, aber wenig Klasse.

Aus den mehreren Tausend Unternehmen, die zur Auswahl stünden, sei die Munich Re seither erst mit acht Partnerschaften eingegangen. Dabei hat Rear klare Vorstellungen von dem, was für die Munich Re interessant wäre: „Ein wirklich interessantes Start-Up muss heute an der Spitze einer Entwicklung stehen und idealerweise etwas Revolutionäres anbieten“, sagte er dem „Handelsblatt“. Die Realität sehe hingegen oft anders aus. Wer als Fintech beispielsweise im Bereich Zahlungsverkehr unterwegs sei, der habe Tausende Wettbewerber, die an ähnlichen Lösungen arbeiteten. Großes Lob hat Rear indes für das neue Denken in den jungen Unternehmen. „In der alten Welt hattest du eine Idee, die eine Menge Geld und Zeit gekostet hat. Wenn du heute eine Idee hast, dann versuchst du es einfach. Und es kostet dich so gut wie nichts“, bringt er die Stimmung auf den Punkt. Wesentlicher Grund dafür sei, dass sich die Welt im Moment rasant verändere. Und damit auch die Geschwindigkeit und die Kosten für die Entwicklung.

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