Neuer NRW-Wirtschaftsminister will Erfahrungen vom Aufbau Ost nutzen

Nordrhein-Westfalens designierter Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hat in Ostdeutschland viel für sein künftiges Ministeramt gelernt: „Man kann vom Osten lernen, dass sich Ausdauer auszahlt. Dass man nicht verzagen sollte“, sagte Pinkwart der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Man kann vom Osten lernen, wie schnell sich Dinge entwickeln können, wenn nur alle wollen.“

Der FDP-Politiker und Wirtschaftswissenschaftler war seit 2011 Rektor der Leipziger Handelshochschule (HHL). Ihn habe der Aufschwung, insbesondere der Region um Leipzig, tief beeindruckt, so Pinkwart. „Als Rektor habe ich ständig Gäste aus dem Westen in Leipzig gehabt“, sagte er, „und ich habe kaum einen gehört, der nicht sagte: Großartig wie sich diese Stadt entwickelt hat!“ Vielleicht lehre das Beispiel von Leipzigs Aufstieg, „dass sich Mut lohnt“. Erfolg sei, wenn Glück auf Vorbereitung treffe. „Dieses Gefühl will ich mit zurück in den Westen nehmen.“ Zwar seien die Probleme des Ruhrgebiets nicht so schwerwiegend wie jene des Ostens nach 1990. Trotzdem seien die Kommunen im Ruhrgebiet „froh, dass der Länderfinanzausgleich jetzt neu verhandelt ist“. Es sei richtig, zu sagen: „Nach 30 Jahren wollen wir auch andere Regionen unterstützen, die besonderen Entwicklungsbedarf haben. Ich glaube, der Osten ist auch froh über diese Normalität.“ Man könne stolz auf den Aufbau Ost sein, so Pinkwart. „Der Aufbau Ost ist aus meiner Sicht insgesamt eine Erfolgsstory, die sich andere Länder wünschen würden. Mich ermutigt das.“ Pinkwart soll am Freitag zum Wirtschaftsminister Nordrhein-Westfalens ernannt werden. Er war von 2005 bis 2010 bereits Wissenschaftsminister in dem Bundesland gewesen.

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