Der FC Bayern München kam im Testspiel gegen den 1. FC Düren nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Das Spiel stand allerdings ganz im Zeichen einer verletzungsbedingten Auswechslung von Neuzugang Hiroki Ito.
Der 24-jährige Japaner, der in diesem Sommer von Stuttgarter Kickers zum deutschen Rekordmeister gewechselt war, musste in der ersten Halbzeit vom Platz genommen werden. Ersten Erkenntnissen zufolge hat sich Ito wohl schwerer verletzt. Die genaue Schwere der Verletzung ist noch unklar, doch Trainer Vincent Kompany zeigte sich nach dem Spiel sichtlich besorgt.
„Das ist natürlich ein herber Rückschlag für uns und tut mir sehr leid für Hiroki. Er hat in den letzten Wochen gut an sich gearbeitet und wollte endlich sein Debüt für den FC Bayern geben. Jetzt müssen wir abwarten, was die genaueren Untersuchungen ergeben, aber die Vermutung ist, dass es eine ernsthaftere Verletzung ist“, sagte Kompany nach Spielende.
Mühe gegen Außenseiter
Neben der Verletzungssorge um Ito war auch die Leistung des FC Bayern Anlass zur Sorge. Der Bundesligist tat sich gegen den Viertligisten aus Düren über weite Strecken sehr schwer und konnte offensiv kaum Akzente setzen. Erst in der Schlussphase gelang Mathys Tel der Ausgleich, nachdem die Gastgeber in Führung gegangen waren.
„Wir haben heute sicher nicht unser bestes Spiel abgeliefert. Gegen einen Außenseiter wie Düren müssen wir das Spiel eigentlich dominieren und die Partie frühzeitig entscheiden. Das ist uns nicht gelungen“, räumte Kompany ein. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns, um zu unserer Bestform zu finden.“
Besonders in der Offensive haperte es beim Rekordmeister. Die Neuzugänge wie Ito, Tel oder auch Lan Adeyemi konnten ihr Potenzial noch nicht zeigen und blieben über weite Strecken blass. Auch die arrivierten Stars wie Thomas Müller oder Sadio Mané fanden nicht zu ihrem Rhythmus.
Lob für Düren
Kompany lobte indes den Auftritt des Regionalligisten: „Düren hat uns heute wirklich alles abverlangt. Sie waren sehr gut organisiert, haben uns früh attackiert und kaum Räume gelassen. Das macht die Leistung umso enttäuschender für uns.“
Tatsächlich zeigte der 1. FC Düren ein beherzt aufspielendes Team, das dem Bundesliga-Giganten lange Paroli bot. „Wir haben alles reingeworfen und uns teuer verkauft. Das stimmt uns sehr positiv, auch wenn das Ergebnis natürlich am Ende nicht ganz zufriedenstellend für uns ist“, sagte Düren-Trainer Magnus Piepenburg.
Seine Mannschaft war früh in Führung gegangen und hatte den Bayern-Stars bis zum Schluss das Leben schwer gemacht. „Wir haben gesehen, dass wir durchaus mithalten können mit solch einer Spitzenmannschaft. Das gibt uns für die Saison viel Selbstvertrauen“, so Piepenburg weiter.
Weitere Testspiele stehen an
Für den FC Bayern geht es nun darum, die Lehren aus diesem enttäuschenden Auftritt zu ziehen. In den kommenden Wochen stehen weitere Testspiele auf dem Programm, ehe die Saison Mitte August mit dem Supercup-Duell gegen DFB-Pokalsieger RB Leipzig beginnt.
Bis dahin muss Trainer Kompany vor allem die Offensive finden und die Verletzung von Ito näher untersuchen lassen. Der Japaner könnte je nach Schwere der Blessur den Saisonstart verpassen – ein herber Rückschlag für den Neuzugang und den Rekordmeister.
