Nordkorea blockiert Sonderwirtschaftszone Kaesong

Pjöngjang – Neue Drohgebärden aus Nordkorea: Die Führung in Pjöngjang untersagt südkoreanischen Arbeitern die Einreise in den gemeinsam betriebenen Industriekomplex Kaesong, und das inmitten der wachsenden Spannungen zwischen Nord- und Südkorea. Der Norden hatte bereits mit einer Schließung gedroht, zuletzt lief der Betrieb allerdings normal. Südkorea nennt die Entscheidung „bedauerlich“. Kim Hyung Suk, südkoreanisches Vereinigungsministerium: „Im Umgang mit dieser Situation hat für die Regierung die Sicherheit unserer Bürger Priorität. Wir prüfen mögliche Schritte in Gesprächen mit den dort tätigen Unternehmen.“ Mehrere hundert Südkoreaner sollen Kaesong nach Angaben aus Südkorea verlassen dürfen. Sollte sich eine „ernste Lage“ ergeben, sei aber auch eine Militäraktion denkbar. Die Spannungen zwischen dem Norden und dem Süden eskalieren seit Tagen. Am Samstag hatte Pjöngjang den Kriegszustand mit Südkorea erklärt, außerdem will Pjöngjang seinen Reaktor in Yongbyon wieder in Gang setzen, was seinem Atomwaffenprogramm Auftrieb geben könnte. Für die USA unannehmbar, wie der US-Außenminister bei einem Besuch seines südkoreanischen Kollegen in Washington sagt. John Kerry, US-Außenminister, fasst die Position der USA zusammen: „Ich will das hier heute ganz deutlich sagen: Die USA werden sich und ihren Verbündeten Südkorea verteidigen und schützen.“ Einen Hinweis darauf, dass Nordkorea seine militärischen Drohungen umsetzen will, sieht die Regierung in Washington nicht. Dennoch haben die USA Kampfjets und Zerstörer der Marine entsandt. Die Lage in der Region bleibt angespannt.

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