„Wir teilen aus Prinzip“ lautet der Slogan des Arzneimittelimporteurs Orifarm. Teilen bedeutet dabei ein Miteinander mit Großhändlern, Apothekern und Herstellern, wobei nicht nur wirtschaftliches Denken im Vordergrund steht. Durch das Konzept des Importeuers wird langfristig dem deutschen Gesundheitswesen der Zugang zu günstigen Arzneimitteln gesichert. Ein wesentliches Anliegen, da kaum ein anderes europäisches Land derart hohe Preise für Medikamente aufweist wie Deutschland. Immerhin gab die gesetzliche deutsche Krankenkasse im Jahr 2012 29,2 Milliarden Euro für Medikamente aus, pro Kopf entfielen dabei auf verordnete Arzneimittel 509 Euro und auf Selbstmedikation 52 Euro. 2013 stiegen die Ausgaben weiter an und lagen bei 32,4 Milliarden Euro.
Günstige Arzneimittel
Die deutsche Orifarm GmbH mit Sitz in Leverkusen gehört zur dänischen Orifarmgruppe, einem der führenden Arzneimittelimporteure in Europa. Die unabhängige Gruppe wird 100prozentig inhabergeführt und ist europaweit tätig ist. Die deutsche Tochter, mit einem jährlichen Umsatz von etwa 300 Millionen Euro und gegenwärtig 200 Beschäftigten, ist die zweitgrößte Gesellschaft im Konzern. Angeboten werden gegenwärtig rund 850 Medikamente für verschiedene Indikationen an, wobei speziell aus Ländern mit niederem Preisniveau importiert wird. Das Resultat sind günstige Arzneimittel, durch die das Gesundheitswesen in Deutschland jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag einsparen kann. Qualität und Sicherheit stehen dabei an erster Stelle, auch müssen die eingeführten Medikamente für den deutschen Markt verkehrsfähig gemacht werden. Nicht nur eine Umverpackung ist notwendig, sondern es muss auch ein Beipacktext in deutscher Sprache beigelegt werden. Bevor das Medikament jedoch endgültig auf den Markt kommt, wird es einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen. Alle Großhändler, von denen Orifarm die Medikamente im Ausland bezieht, verfügen über ein Qualitätssystem im Sinne der gültigen Good-Distribution-Practice-Richtlinien, dennoch erfolgt die Prüfung durch staatliche Einrichtungen in Deutschland. So wird etwa jedes Importmedikament vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, BfArM, auf seine therapeutische Identität überprüft. Orifarm arbeitet mit den ausländischen Herstellern und Großhändlern eng zusammen und kontrolliert vor Ort durch ein entsprechendes Qualitätsverfahren jeden Produktionsschritt.
Reimporte und Parallelimporte
Reimportierte Arzneimittel wurden in Deutschland für den ausländischen Markt produziert, exportiert und im jeweiligen Land auch vertrieben. Orifarm kauft die Medikamente zu niedrigeren Preisen vom EU-Großhandel und importiert sie wieder nach Deutschland, sodass dem Patienten günstige Arzneimittel zur Verfügung stehen. Beim Parallelimport werden die Medikamente im Ausland produziert, von Orifarm erworben und ebenfalls nach Deutschland eingeführt, wo sie vertrieben werden. Der Grund für die, im Vergleich zu anderen europäischen Staaten, höheren Arzneimittelpreise liegt darin, dass die Pharmakonzerne in Deutschland die Preise für neue Medikamente selbst festlegen dürfen. Eine Untersuchung verdeutlicht den Preisunterschied von Medikamenten in Deutschland und Schweden. So kostet, als Beispiel, ein bekanntes und häufig verordnetes Rheumamittel in Deutschland 1.919 Euro, in Schweden 1.149 Euro, das entspricht einem Preisunterschied von 67 Prozent. Auch für andere Arzneimittel wurden Preisvergleiche angestellt, das Resultat zeigte sich ähnlich. Noch deutlicher wird der Sachverhalt bei den sogenannten Generika, also Arzneimittel, deren Patentschutz abgelaufen ist. Bei ihnen zeigen sich die Präparate nicht selten in Deutschland bis zu 500 Prozent teurer. Warum Orifarm von Teilen aus Prinzip spricht, wird durch derartige Studien verdeutlicht. Günstige Arzneimittel sind der Schlüssel zu einem leistbaren und effizienten Gesundheitssystem.
