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Ostbeauftragter kritisiert Gauland-Äußerungen

Die Äußerungen von AfD-Fraktionschef Alexander Gauland zum 8. Mai sind auf heftigen Widerspruch gestoßen. "Ich kann nicht verstehen, wie man den Tag des Endes des von Hitlerdeutschland entfesselten furchtbaren Krieges als Niederlage bezeichnen kann", sagte der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagsausgaben). "Er war eine Befreiung für Deutschland und die Welt."

Wanderwitz warf Gauland vor, seit Längerem die Geschichte bewusst relativieren zu wollen. "Er versucht Geschichte umzuschreiben. Wie die ganze AfD." Das sei "geschichtsvergessen und schändlich", sagte er dem RND. Es sei "der Nährboden für neuen Rechtsradikalismus und Nationalismus". Demokraten müssten dem sehr deutlich entgegentreten, so Wanderwitz. Gauland hatte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" gesagt: "Der 8. Mai hat nicht das Potenzial zu einem Feiertag, weil er ein ambivalenter Tag ist. Für die KZ-Insassen ist er ein Tag der Befreiung gewesen. Aber es war auch ein Tag der absoluten Niederlage, ein Tag des Verlustes von großen Teilen Deutschlands und des Verlustes von Gestaltungsmöglichkeit." Der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums, der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), plädiert für den 8. Mai als gesetzlichen bundesweiten Feiertag: "Ich kann dieses Ansinnen nur unterstützen, wurde an diesem Tag doch durch alliiertes Handeln das bis heute schlimmste, viele Völker bedrohende Terrorregime beendet und ein neues Kapitel der Weltgeschichte aufgeschlagen", sagte Platzeck dem RND.

Foto: Alexander Gauland, über dts Nachrichtenagentur

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