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Politiker fordern schnelles Handeln gegen Bundeswehr-Misere

Die Bundeswehr könnte einer internen Analyse aus dem Bundesverteidigungsministerium unter den aktuellen Bedingungen keinen weiteren Einsatz bewältigen, berichtet „Bild“. „Dass die Bundeswehr am Limit ist und keine weiteren Einsätze mehr stemmen kann, darf niemanden überraschen. Seit Jahren leben wir personell und materiell von der Substanz, wurden so zum Sanierungsfall“, kritisiert der Vorsitzende des Bundeswehrverbands Andre Wüstner in „Bild“.

„Statt darüber nachzudenken Einsätze auszuweiten, sollten diese vielmehr reduziert werden, beispielsweise im Kosovo oder im Mittelmeer. Denn hier ist die Überleitung in rein zivile Missionen überfällig und verschafft der Truppe Zeit zur Regeneration und Ausbildung“, fordert er. „Wer die Pflanze nicht gießt, darf sich nicht wundern, wenn sie welkt. Die Bundeswehr ist für die aktuellen Herausforderungen unterfinanziert. Das 2-Prozent-Ziel dient unserer Sicherheit und Unabhängigkeit – nicht Herren Trump“, sagte CSU-Sicherheitspolitiker Florian Hahn zu „Bild“.

Ähnlich äußert sich auch Verteidigungsexperte Rüdiger Lucassen (AfD). „Der Verfall der Streitkräfte ist hausgemacht. Die Schuld an der Bundeswehr-Misere trägt nicht Donald Trump. Und es geht mitnichten darum, amerikanische Forderungen zu erfüllen. Es geht um die Sicherheit unseres Landes und das ureigene Interesse einer angemessenen Verteidigungsbereitschaft“, sagte er „Bild“. Nicht nur mehr Geld, sondern auch „besseres Management“, mahnte der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels (SPD) in „Bild“ an. „Wir müssen bei den Trendwenden beim Personal und Material mehr Tempo machen“, sagte er „Bild“.

Foto: Bundeswehr-Soldaten, über dts Nachrichtenagentur

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