Pumpen – Austausch führt zu mehr Effizienz

Bei veralteten Pumpensystemen handelt es sich um echte Energiefresser. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Industrie, Handel, Gewerbe, Landwirtschaft oder kommunale Gebäude handelt.

Der Wassereinsatz im verarbeitenden Gewerbe

In Deutschland nutzt das verarbeitende Gewerbe 2016 rund 4,5 Milliarden Kubikmeter Wasser (letzte verfügbare Daten). Somit wurden 23 Prozent weniger verbraucht als in 1995. In den einzelnen Branchen hat sich die Wasserintensität sehr unterschiedlich entwickelt. So nutzte die Chemieindustrie Wasser deutlich effizienter im Jahr 2016 als 1995, was nicht für die Hersteller von Papiererzeugnissen, Keramik und Glas galt.

Die Wassernutzung des verarbeitenden Gewerbes betrug somit rund 16 Prozent der gesamten wirtschaftlichen und privaten Wassernutzung in Deutschland. Zum Vergleich: 1995 betrug der Wasserverbrauch des verarbeitenden Gewerbes 12 Prozent (rund 5,9 Mrd. m³) des Gesamtwasserbedarfs.

Das verarbeitende Gewerbe entnahm 2016 78 Prozent des benötigten Wassers direkt aus der Natur – d.h. Grund-, Quell- und Oberflächenwasser sowie Uferfiltrat. Von anderen Wasserversorgern oder anderen Betrieben wurden 22 Prozent bezogen, wobei 57 Prozent des Wassers im gesamten Produktionsbereiche des verarbeitenden Gewerbes zur Kühlung genutzt wurden.

Pumpen gibt es in allen Variationen

Es gibt eine Vielzahl von Pumpenvarianten und für jedes Anwendungsgebiet gibt es ein empfehlenswertes Produkt. Besonders für mehrgeschossige Anlagen in Industriebetrieben oder Bauten, in denen ein spezieller Druck oberhalb und unterhalb der Wasserspeicher gehalten werden soll. Besonders in Schulen, Hotels und großen Industrieanlagen bestehen hohe Anforderungen an eine sichere und zuverlässige Wasserversorgung und einen konstanten Wasserdruck.

Bei diesen Anwendungen hat sich die Nutzung hygienischer Materialien wie Edelstahl bewährt. Zu den am häufigsten eingesetzten Kesselwasserspeisewasserpumpen gehören spezielle Druckerhöhungspumpen, die im Bereich der Dampferzeugung zum Einsatz kommen.

Druckerhöhungsanlagen sind heute Standard

Viele Geschäfts- und Wohnhäuser benötigen Druckerhöhungsanlagen (DEA), damit ein ausreichender Druck für die Wasserversorgung in jedem Stockwerk sichergestellt werden kann. Aber auch Krankenhäuser, in denen der Wasserbedarf sehr hoch und zudem schwankend ist, kommen nicht mehr ohne diese Anlagen aus. Selbst bei Industriebetrieben ist eine zuverlässige Wasserversorgung mit einem bestimmten Mindestdruck oft notwendig, wie bspw. Unternehmen aus der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie.

Die Facility Manager oder Betreiber sind gefordert, den energieverbraucht der Gebäude und Anlagen zu optimieren. Allerdings arbeiten die herkömmlichen Druckerhöhungsanlagen mit einer festen Drehzahl. Demnach ist der Energieverbrauch stets gleich, selbst bei einem geringen Wasserbedarf. Dies sorgt in Gebäuden mit einem stark schwankenden Bedarf wie bspw. Hotels aber auch in einigen Industriebetrieben für lange Pumpenlaufzeiten. Die Folge ist, dass der Betrieb eines Pumpensystems, das eine konstante Drehzahl aufweist, ineffizient und somit kostspielig ist.

Unter anderem ist eine Wasserversorgung über ein DEA hinaus unter Verwendung von Steuerungen mit Druckschalter möglich. Allerdings verbrauchen auch diese Systeme viel Energie. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Druckspritzen und Strömungsgeräusche im System entstehen, sobald die Pumpe bei maximaler Drehzahl läuft.

Das Umrüsten auf eine variable Drehzahl

Pumpensystem im DEA arbeiten wesentlich effizienter, wenn sie von fester auf variable Drehzahl umzustellen sind. Ein drehzahlgeregeltes Pumpensystem stellt sicher, dass genau die Menge an Wasser gefördert und der Bedarf nicht überschritten wird. Eine solche Vorgehensweise ermöglicht es, die Energiekosten deutlich zu senken. Der Energieverbrauch kann Messungen zufolge durch eine Umrüstung von einer konventionellen DEA mit fester Drehzahl zu einer drehzahlgeregelten Anlage um bis zu 50 Prozent senken.

Ein so reduzierter Energieverbrauch bringt nicht nur einen Mehrwert für das Unternehmen, sondern ebenfalls für die Umwelt. Denn durch die Stromeinsparung kommt es zu weniger CO2-Emissionen und somit zu mehr Klimaschutz.

Das Pumpensystem schonen – veraltete Pumpensysteme sind anfälliger für Fehler

Sicherlich stellen die reduzierten Energiekosten ein sehr überzeugendes Argument dar, Pumpen mit fester Drehzahl auf eine Drehzahlregelung umzurüsten. Zudem werden die Teile, die üblicherweise recht schnell verschleißen, wie bspw. Motorlager durch eine drehzahlgeregelte DEA geschont. Daher ist es wichtig, dass die Pumpen die bei voller Drehzahl laufen, regelmäßig gewartet werden.

Heizungs-, Kühlwasser- und Druckerhöhungspumpen sind besonders in der Industrie rund um die Uhr im Einsatz. Sobald diese Systeme in die Jahre kommen, häufen sich die abnutzungsbedingten Störanfälligkeiten. Nicht nur, dass die alten Pumpenanlagen viel mehr Energie verbrauchen, sondern sie sind auch anfälliger für Fehler. Schnell kann die Wartung der Pumpen ins Geld gehen und im schlimmsten Fall kann es zu einem Komplettausfall kommen. Besonders für kleinere Unternehmen kann das eine Existenzbedrohung darstellen.

Immer wieder kommt es vor, dass Ersatzteile nur schwer erhältlich sind und es zu langen Lieferzeiten von bis zu vier Wochen kommen kann. Für Unternehmen bedeutet die Überbrückung der Ausfallzeit eine finanzielle Herausforderung. Wichtig ist es, die Pumpensysteme regelmäßig zu warten, wobei dies aus Kostengründen oft selbst übernommen wird. Allerdings fehlt das Fachwissen, und dies führ oft zu vermeidbaren Schäden. So kann eine Bestandsanalyse der Pumpenanlage durch falsche Nutzung zu großen Schäden führen. So kann der Neupreis einer Anlage bei rund 20.000 Euro liegen, während ein Austausch der alten Pumpen erheblich günstiger wäre.

Betreiber sollten daher den Status der Pumpen regelmäßig überprüfen lassen und auch einen Austausch der Pumpen in Erwägung ziehen. Durch die moderne Pumpentechnologie ist es möglich, eventuelle Störungen in Echtzeit zu erkennen und damit Ausfälle zu vermeiden.

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