Remis in Ulm – schwache Schalker enttäuschen beim Aufsteiger

Remis in Ulm - schwache Schalker enttäuschen beim Aufsteiger


Erstmals ohne Gegentor, dennoch abgerutscht: Schalke 04 hat im vierten Pflichtspiel unter Trainer Kees van Wonderen erstmals Zählbares verbucht, das 0:0 beim Aufsteiger SSV Ulm war allerdings kaum überzeugend. Der Traditionsklub rutschte sogar auf den Relegationsrang 16 der 2. Fußball-Bundesliga ab, am Sonntag könnte es bis auf Platz 17 gehen.

Schwacher Start in die Saison

Schalke 04 war nach dem Abstieg aus der Bundesliga im Sommer 2021 mit großen Hoffnungen in die neue Saison gestartet. Als einer der Topfavoriten auf den direkten Wiederaufstieg galten die „Königsblauen“, die sich mit zahlreichen Neuzugängen verstärkt hatten. Doch der Saisonstart verlief bisher alles andere als wunschgemäß. In den ersten drei Spielen konnte Schalke lediglich einen Punkt aus den Partien gegen den 1. FC Nürnberg (1:1), den 1. FC Heidenheim (0:3) und Hannover 96 (0:1) holen.

Vor allem die Offensivleistung der Mannschaft stand in der Kritik. Zu harmlos und ideenlos präsentierten sich die Angreifer um Simon Terodde, der in der vergangenen Saison noch der große Torgarant gewesen war. Auch die Defensive zeigte sich anfällig und leistete sich zu viele individuelle Fehler. Kein Wunder also, dass Schalke nach drei Spieltagen nur auf dem 16. Tabellenplatz stand.

Erster Punktgewinn in Ulm

In Ulm wollte Schalke nun endlich den Turnaround schaffen. Und tatsächlich gelang es den Gästen, erstmals in dieser Saison ohne Gegentreffer zu bleiben. Torwart Martin Fraisl hatte an diesem Tag wenig Arbeit, da die Defensive um Routinier Danny Latza relativ sicher stand.

Allerdings tat sich Schalke auch in der Offensive weiterhin schwer. Zwar erarbeiteten sich die Knappen ein paar aussichtsreiche Chancen, doch die Abschlüsse waren zu ungefährlich. Vor allem Terodde enttäuschte erneut und konnte keine Akzente setzen. Am Ende musste sich Schalke mit dem torlosen Unentschieden begnügen.

Trainer Kees van Wonderen zeigte sich nach dem Spiel nicht gänzlich zufrieden: „Wir haben einen Punkt mitgenommen, aber es war sicher nicht unser bestes Spiel. Wir müssen noch an einigen Dingen arbeiten, um unsere Leistung zu verbessern.“ Der Niederländer weiß, dass seine Mannschaft deutlich mehr Potenzial hat, als sie bisher auf den Platz gebracht hat.

Rückkehr in die Spur gefordert

Nun steht für Schalke am kommenden Sonntag das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern an. Gegen den Aufsteiger aus der Pfalz muss endlich der erste Saisonsieg her, wenn die Königsblauen nicht weiter den Anschluss an die Aufstiegsränge verlieren wollen. Schließlich ist der Druck bei einem Traditionsverein wie Schalke 04 enorm hoch.

Sportdirektor Rouven Schröder weiß um die Brisanz der Lage: „Wir müssen jetzt schnell in die Spur finden. Mit nur einem Punkt aus vier Spielen sind wir natürlich nicht zufrieden. Aber wir werden weiter hart arbeiten, um unsere Leistung Schritt für Schritt zu verbessern.“ 

Auch Kapitän Danny Latza appelliert an seine Mitspieler, jetzt Charakter zu zeigen: „Wir sind Schalke 04 und erwarten von uns selbst, dass wir in jedem Spiel auftreten, um zu gewinnen. Das ist in den ersten Partien leider nicht gelungen. Jetzt müssen wir uns zusammenreißen und alles daran setzen, dass wir gegen Kaiserslautern endlich drei Punkte holen.“

Hoffen auf den Befreiungsschlag

Gelingt Schalke 04 im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern der ersehnte Befreiungsschlag, könnte dies der Startschuss für eine Trendwende sein. Mit einem Sieg könnten die Knappen nicht nur den Anschluss an die Aufstiegsränge wahren, sondern auch das Vertrauen der Fans zurückgewinnen. 

Schließlich erwartet der Traditionsverein nichts weniger als den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga. Dafür muss Schalke 04 in den kommenden Wochen und Monaten aber deutlich mehr Konstanz und Durchschlagskraft an den Tag legen. Trainer van Wonderen ist gefordert, das Potenzial seines Kaders voll auszuschöpfen.

Sollte dies gelingen, könnte Schalke 04 am Ende doch noch eine erfolgreiche Saison spielen. Doch vorerst steht das Team unter Zugzwang. Gegen den 1. FC Kaiserslautern muss endlich der Knoten platzen, um nicht den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Alles andere als ein Sieg wäre für die ambitionierten Knappen eine herbe Enttäuschung.

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