Rollenverteilung: Familie oder Karriere?

Familie oder Karriere? Das ist die Gretchenfrage, die viele beschäftigt. Studien belegen, dass den Männern immer noch die Karriere wichtiger ist als die Frau und die Kinder. Sogar die Frauen bevorzugen bei der Partnerwahl einen Mann, der auf der Karriereleiter oben steht, vor dem Mann, der sich als Hausmann betätigt.

Elterngeld und Co. ziehen wohl doch nicht so

Alles Gerangel um Elterngeld, Krippenplätze und die Diskussionen um die Frauenquoten in Führungspositionen haben nicht den gewünschten Erfolg. Zum einen werden Frauen, die ein höheres Bildungsniveau haben und das erste Kind bekommen immer älter und zum anderen nach wie vor nicht so vom Partner unterstützt, wie es wünschenswert wäre. Es geht also nach wie vor in die Richtung der traditionellen Rollenverteilung zwischen Mann und Frau. Das ergab eine Studie des Vorwerk Institutes für 2013 (Quelle Meinungsforschungsinstitut Allensbach). Befragt wurden dafür 1500 Deutsche die einer repräsentativen Personengruppe entstammen. Die Studie deckte zwar auf, dass der Anteil der berufstätigen Frauen/Mütter in den letzten 20 Jahren um 13 % stieg, jedoch waren nur 44 Prozent dafür, dass der Mann seiner Frau den Vortritt in Karrierefragen lässt.

Babysitting ja – Probleme …

Die Studie ergab weiter, dass viele Männer auch nach der Geburt eines Kindes, nach wie vor im Job alles gaben und eher wenig bis gar nicht zu Hause präsent waren. Geht es um die Frage, wer zu Hause bleibt und wer das Geld verdient oder wer vielleicht auf einen Halbtagsjob umsteigt, siegt das klassische Modell. Bei den Männern war nur jeder Dritte bereit eine Halbtagsstelle anzutreten und gerade mal 17 % der Männer wären bereit ganz zu Hause zu bleiben. Es hat sich mehr in dem Bereich der Unterstützung der Frau bei der Kinderbetreuung in den eigenen vier Wänden getan. Der Mann macht schon mal den Babysitter, wenn seine Frau ausgehen möchte, Windeln wechseln, Schlaflieder singen und mit dem Kind spielen für einen Abend ist in Ordnung.

Wobei die Studie noch weitere Geheimnisse aufdeckte. Vor der Geburt sind alle Väter noch dabei, doch wenn es um durchwachte Nächte und schreiende Babys geht, dann suchen viele die Ruhe im Büro und reduzierten nicht die Arbeitszeiten. Sollten zu Hause noch weitere Probleme auftauchen, dann wird erst einmal versucht diese zu lösen, ohne dass am Arbeitsplatz darüber geredet wird. Der Chef erfährt nichts davon. Erst wenn feststeht, dass der Job darunter leiden würde und es gar nicht mehr geht, dann gehen die Männer zum Vorgesetzten und teilen diesem ihre Schwierigkeiten mit.

Fakt ist, es können noch so viele Hilfen von der Regierung beschlossen werden, in den Köpfen der Männer und Frauen zählen andere Werte.

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