Wien – Dass die Europäer immer weniger Autos kaufen, ist schon seit Anfang 2012 bekannt. Das hängt zum einen mit den sehr hohen Anschaffungskosten zusammen, zum anderen sind es auch die hohen Spritkosten, die die Verbraucher zurückschrecken lassen. Glücklicherweise können die Autobauer die ständig zurückgehenden Zahlen der Autoverkäufe in Europa mit dem sehr gut laufenden Geschäft in den Vereinigten Staaten und in der Volksrepublik China ausgleichen.
Die deutlichen Rückgänge bei dem Erwerb von Neuwagen zeigen sich auch bei der Verkaufsbilanz für Österreich. Im Vergleich zum September des Jahres 2012 gingen die Neuzulassungen bei Pkws im September dieses Jahres um fast sechs Prozent zurück. In Zahlen ausgedrückt, sind das nur knapp 32.000 Neuwagen, die in Österreich verkauft wurden.
Auch die ersten drei Quartale kein gutes Geschäft
Die aktuellen Verkaufszahlen von Neuwagen decken sich auch mit den rückläufigen Zahlen der ersten drei Quartale im Vergleich zum Vorjahr. Denn die Statistik Austria konnte auch bisher im Jahr 2013 nur Neuzulassungen von rund 329.000 Autos verzeichnen, was insgesamt 6,7 Prozent weniger als im Vergleich zum Vorjahr im selben Zeitraum sind.
Auffällig in der Statistik ist, dass die Neuzulassung von Motorrädern und Leichtmotorrädern im Vergleich um rund sieben Prozent zugelegt hat. Dies könnte mit den deutlich geringeren Anschaffungs- und Betriebskosten zusammenhängen. Gerade in den Großstädten kommt man mit dem Motorrad schneller voran und hat auch weniger Probleme einen Parkplatz zu finden.
Im Bereich der Lkws sieht es auch nicht besser aus als bei den Pkws. So musste Statistik Austria auch hier einen erheblichen Rückgang von Neuzulassungen verbuchen. Teilweise liegt der Rückgang bei bis zu sechs Prozent. Davon waren insbesondere die landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge betroffen.
Handel online boomt
Die verkauften Neuwagen werden jedoch nicht mehr größtenteils bei dem jeweiligen Autohändler gekauft. Der Absatz von Neuwagen verlagert sich immer mehr auf das Online Geschäft. Während die großen Ausstellungsräume der Autohändler dazu genutzt werden in einem Auto Probe zu sitzen, es sich genau anzuschauen und alles auszuprobieren, vielleicht sogar Probe zu fahren, so wird das eigentliche Geschäft doch bevorzugt online abgeschlossen. Hier erhält der Verbraucher in der Regel sehr gute Angebote für Neuwagen und teilweise auch sehr hohe Rabatte, ohne erst mit dem Händler verhandeln zu müssen.
Diese neue Entwicklung lässt besonders die klassischen Autohäuser nervös werden, sehen sie ihr Geschäftsmodell doch in Gefahr. Die Autokonzerne hingegen freut es natürlich, wenn durch das stetig steigende Online Geschäft in Österreich auch wieder mehr Neuwagen verkauft werden sollten.
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