Die russische Wirtschaft steht zunehmend unter Druck: Der Ukraine-Krieg und verschärfte westliche Sanktionen schwächen das Land. Herman Gref, Chef der Sberbank, warnt vor einer Überhitzung der Wirtschaft. Die Kapazitäten seien voll ausgeschöpft, erklärte er. Auch Zentralbankchefin Elvira Nabiullina äußerte Sorgen über die hohe Inflation, die im Mai 8,3 Prozent erreichte. Die jüngsten US-Sanktionen treffen den russischen Finanzsektor hart: Die Moskauer Börse stellte den Handel mit Dollar und Euro ein. Experten sehen die Kriegswirtschaft als kurzfristig stabilisierend, aber langfristig nicht nachhaltig. Die Weltbank und der IWF prognostizieren ein verlangsamtes Wachstum.
