Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) sieht keinen Bedarf, Flüchtlinge als Erntehelfer einzusetzen. „Die Unternehmen greifen auf eingeübte, langjährige Erntehelfer zurück, die teilweise seit 20 Jahren beschäftigt werden“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe). „Es geht nicht darum, jetzt eine Reservebrigade für Erntehelfer zu bekommen. Das ist auch gar kein vernünftiger Weg zur Integration.“
Dagegen hält der Minister es für sinnvoll, Flüchtlinge stärker im ländlichen Raum anzusiedeln, wo es Jobs, Ausbildungsplätze und Wohnraum gibt. Ein entsprechendes Konzept werde er in wenigen Wochen im Kabinett vorlegen, kündigte Schmidt an. Er erarbeite es in engem Kontakt mit dem Chef Migrationsamtes BAMF, Frank-Jürgen Weise.
Foto: Flüchtlinge in einer „Zeltstadt“, über dts Nachrichtenagentur
