Schweizer lehnen bedingungsloses Grundeinkommen ab

Schweizer lehnen bedingungsloses Grundeinkommen ab

Schweizer lehnen bedingungsloses Grundeinkommen ab

Die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen ist – wenig überraschend – mit 77 zu 23 Prozent der Stimmen gescheitert. Die Initianten jubeln trotzdem. Dass 23.1 Prozent der Stimmenden ein Ja in die Urne legten, sei ein «sagenhaftes Ergebnis». Dem Vorschlag zufolge sollte in der Schweiz alle Erwachsenen 2.500 Franken und jedes Kind 625 Franken monatlich bekommen. Im Gegenzug sollen Arbeitslosengeld, Sozialhilfe und Renten wegfallen.

Renommierter Finanzprofessor Chesney plädierte für Grundeinkommen

Der renommierte Finanzprofessor Marc Chesney von der Universität Zürich hat sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen ausgesprochen. «Ein Grundeinkommen wäre nützlich», sagte er im Interview mit der «Handelszeitung». Deshalb werde er für die Initiative stimmen. Dennoch sei er kein bedingungsloser Befürworter der Idee. «Ich halte ein Grundeinkommen in der Schweiz zwar für umsetzbar für Schweizer Bürger und Bürger mit C-Ausweis», sagte er. «Ohne die richtige Finanzierung ist das Projekt aber schwach.»

Die circa 200 Milliarden Franken für das bedingungslose Grundeinkommen über die Mehrwertsteuer einzutreiben, findet Chesney falsch. Überzeugender sei die Idee einer Mikro-Steuer. Diese würde auf alle elektronischen Transaktionen in der Schweiz erhoben. «In der Schweiz werden pro Jahr elektronische Bezahlungen im Wert von circa 100’000’000’000’000 Franken getätigt», so Chesney. «Wenn der Staat von dieser riesigen Summe 0,2 Prozent besteuern würde, hätte er bereits 200 Milliarden Franken eingenommen.»

Foto: Schweizer Franken, über dts Nachrichtenagentur

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