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Serverrack – wenn der Server in den Schrank muss

Bei den Netzwerkschränken, die oft auch als Serverschrank bezeichnet oder mit dem englischen Wort „Serverrack“ betitelt werden, handelt es sich in der Regel um standardisierte Unterbringungsmöglichkeiten für jede Form der Netzwerktechnik, wie bspw. Netzwerk-Hubs, Server, Raid-Cluster, Router und vieles mehr. Etwas irreführend ist hier der Begriff „Schrank“, denn es ist durchaus möglich, unverkleidete Gestelle (Racks) zu nutzen. Erst durch die Verkleidung werden die Netzwerkschränke zum „richtigen Schrank“.

Der Aufbau: genormt nach DIN

Damit sichergestellt ist, dass die Geräte der verschiedenen Hersteller in die Netzwerkschränke passen, sind diese grundsätzlich nach DIN 41494 (IEC 297) genormt und verfügen über eine festgelegte Breite von 19 Zoll (48,26 cm). Üblicherweise wird die Höhe dieser 19 Zoll Schränke in Höheneinheiten angegeben, wobei eine Höheneinheit dem Abstand zwischen zwei Befestigungslöchern (31,75 mm) entspricht. Diese Maßangaben gelten auch international, wobei hier lediglich von Units gesprochen wird und eine solche Unit weist genau 1 ¾ Inches in ihrer Höhe auf. Die typischen Höhen entsprechen bei den Netzwerkschränken 42 HE oder rund zwei Meter. Um die Geräte zu befestigen gibt es zwei verschiedene Methoden: Eine der am häufigsten genutzten ist die Vierkantlöcher mit Nüssen zu versehen, von denen die Grundlage der Verschraubung gebildet wird. Anders sieht es aus bei der Variante mit den Rundlöchern: dafür sind spezielle Blechschrauben notwendig. Doch keine der beiden Methoden bietet einen wesentlichen Vorteil. Doch trotz der Norm ist es möglich, dass Netzwerkschränke unterschiedlich ausfallen und sich speziellen Anforderungen anpassen müssen. Daher gibt es spezielle Verkleidungen, durch die die nackten Gestelle der 19 Zoll Racks , aussehen lassen, wie Schränke. Diese Verkleidungen bilden bspw. einen Schutz gegen Staub, Wasser und andere Umwelteinflüsse oder bei ihnen handelt e sich um Verkleidungen für die Installation von Kühlmechanismen oder sogar bomben- und kugelsichere Netzwerkschränke, die selbst die heftigste Explosion überstehen.

Die Unterbringung der Netzwerkschränke

Besonders in den kleinen Firmen ist die Unterbringung der Netzwerkschränke ein heikles Thema. Das Problem ist, dass oft kein spezieller Raum vorhanden ist, in dem ein zudem ein geeignetes Klima herrscht. Optima ist für die Netzwerkschränke eine Umgebung:
  • Von einer Temperatur, die 20 Grad Celsius nicht überschreitet, und keine starken Schwankungen aufweist.
  • Die ein trockenes Klima aufweist (Luftfeuchtigkeit zwischen 20 und 30 %).
  • Der frei von jeglicher elektromagnetischen Strahlung ist.
Ein üblicher Trick ist es, die Netzwerkschränke im Keller unterzubringen – doch das ist nur bedingt angebracht, denn besonders die Keller der Industrie- und Bürogebäude sind nicht entsprechend ausgebaut, um das benötigte trockene Klima zu gewährleisten. Zwar ist es nicht unbedingt notwendig, – aber dadurch ist eine Beeinträchtigung der Lebensdauer der Geräte möglich oder aber deren Wartungsfreiheit. Doch selbst dann, wenn es möglich ist, die optimalen Umgebungsparameter zu erreichen, so kommt heute kaum ein Netzwerkschrank ohne Kühlung aus und deren Planung ist nicht immer einfach.

Die Sicherheit der Netzwerkschränke

In Verbindung mit Netzwerkschränken gibt es in der Regel zwei Sicherheitsaspekte:
  • die lokale Sicherung der sensiblen Daten (Festplatte)
  • die Sicherung des netzwerk- und Informationsverkehrs
Die lokale Sicherung lässt sich ausklammern, da sowohl die Netzwerkschränke also auch die Räume, in denen sie untergebracht sind, durch Schlüsselsysteme vor dem Zugriff unbefugter Dritter geschützt sind. Zudem kann eine relativ hohe Sicherheit durch Alarm- und Überwachungssysteme erreicht werden, bspw. auf magnetischer oder optischer Basis sowie mit Kameras und/oder Laserbewegungssystemen. Darüber hinaus muss die Ummantelung der Serverschränke nicht nur robust sein, sondern sie muss auch feuerbeständig sein. Anders verhält es sich im Hinblick auf den eigentlichen Netzwerkverkehr, denn hier muss der Netzwerkschrank für solche Angriffe gar nicht berührt werden, da diese Angriffe grundsätzlich aus dem Internet erfolgen. Hier hilft in den meisten Fällen nur eine Hardware-Firewall sowie eine USV – unterbrechungsfreie Stromversorgung. Diese sogenannte USV funktioniert ähnlich wie eine Batterie und stellt im Falle eines Stromausfalls sicher, dass die Hardware ordnungsgemäß heruntergefahren werden kann. Natürlich ist eine sichere und zuverlässige Infrastruktur in der Stromversorgung ebenfalls essentiell.

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