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Serviced Apartments – die eigene Wohnung mit Hotelservice

Die Serviced Apartments werden als nächste boomende Assetklasse gehandelt. Doch wobei handelt es sich um diese Wohnungen mit Service und wie unterscheiden sie sich von den Mikro-Appartments und Bording Houses?

Ein Hotelzimmer wie die eigene Wohnung?

Bei den Wohnungen in Zürich und rund um die, die rund um die Welt zu finden sind, handelt es sich um eine Symbiose aus Hotelzimmer und Wohnung. Der Begriff „Serviced Apartments“ ist eine Auswahl der internationalen Immobilienbranche, um der neuen Kategorie eine Identität zu geben. Allerdings fallen unter den Begriff auch die bestehenden Konzepte, wie Aparthotel und Boarding House.

Die Zielgruppe für die Serviced Apartments setzt sich, wie auch bei den Mikro-Apartments aus reisefreudigen Millenials zusammen sowie Berufspendlern und Geschäftsleute, die für einige Wochen oder Monate eine Unterkunft benötigen. Des Weiteren gehören zur Zielgruppe auch ausländische oder neu eingestellte Mitarbeiter. Was die Aufenthaltszeit angeht, so kann diese stark variieren: von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Monaten.

Wohnen im Serviced Apartment – eine Art Hotel Mama?

Die Gäste die sich in einem Serviced Apartment einquartieren, die sollen sich nicht nur fühlen wie in einem Hotel, sondern sie sollen sich vielmehr zu Hause fühlen. Denn die „Wohnung mit Service“ bietet anders als ein gewöhnliches Hotelzimmer mehr Privatsphäre und auch mehr Freiheiten, wobei die Gäste keinesfalls auf Komfort und Service verzichten müssen. So wird bspw. wöchentlich das Apartment gereinigt und es gibt zudem eine Küche, die sogar je nach Angebot mit den gewünschten Lebensmitteln aufgefüllt wird.

Auf die Dauer sind die Serviced Apartments sogar preiswerter als ein Aufenthalt in einem Hotel. Besonders wenn es um Langzeitaufenthalte geht, können die Kosten zwischen 30 und 50 % unter vergleichen Hotelpreisen liegen. Des Weiteren ist die Anonymität wie in den Hotels nicht gegeben –, zumindest was die Räume außerhalb der Wohnung angeht. Denn es werden Gemeinschaftsräume angeboten, wo gearbeitet und kommuniziert wird, aber auch Fitnessräume und Swimmingpools. So ist es möglich, Gäste aus aller Welt kennenzulernen. Doch wie so häufig, stammt das Konzept der Serviced Apartments aus dem Ausland.

Serviced Apartments – die Schweiz ist prädestiniert

Nach Angaben des Branchenverbandes TAS Allicance in London gibt es mittlerweile rund 775.000 Serviced Apartments (Stand 2016) weltweit. 2008 waren es 350.000. Als wichtigster Markt gelten die USA, doch auch in Deutschland, Österreich und in der Schweiz etabliert sich diese Wohnform immer mehr.

Eine Studie der Agentur Apartmentservice zeigt, dass jeder zweite Betreiber von Serviced Apartments in Deutschland sein Angebot in den kommenden Jahren erweitern will. Rund 33 % haben demnach vor, ein oder mehrere neue Projekte in Angriff zu nehmen, und von 13 % wird geplant zusätzliche Einheiten zu schaffen. Dem Report nach sollten bis einschließlich 2019 rund 11.800 Einheiten eröffnen und das würde in dem Fall einem Marktwachstum von 37 % entsprechen.

Allerdings entwickelt sich in der Schweiz mit den Serviced Apartments, die temporär genutzt werden können, ein mehr als lukrativer Nischenmarkt. Denn die voll eingerichteten Wohnungen in guter Lage werden als Serviced Apartments mit Wäscheservice, Reinigung und anderen Dienstleistungen wochenweise oder monatelang vermietet. So werden von dem Immobilienberatungsbüro Wüest Partner diesem Segment in der Schweiz rund 10.000 Wohnungen zugeordnet und diese dürften weiterhin an Bedeutung gewinnen, wie der Publikation Immo-Monotoring 2018 entnommen werden kann.

Ein SErviced Apartment mit 40 Quadratmetern ist zumeist kleiner als eine reguläre Wohnung, die im Durchschnitt 82 Quadratmeter aufweist, aber ist größer als ein Hotelzimmer, das 20 bis 30 Quadratmeter aufweist. Des Weiteren ist die Bruttomonatsmiete von durchschnittlich 2.500 Franken knapp 40 % teurer als eine vergleichbare Mietwohnung.

Geschäftsleute, Kurzaufenthalte und frisch Getrennte

Diese Wohnungen erfreuen sich jedoch einer immer größer werdenden Beliebtheit. Das hängt damit zusammen, dass aufgrund der wirtschaftlichen Globalisierung die Geschäftsleute und Mitarbeiter immer wieder für eine kurze oder längere Zeit an einem anderen Ort in der Welt ar-beiten müssen. Die Anzahl der Bewilligungen für Kurzaufenthalte in der Schweiz hat sich ge-genüber 2003 verdoppelt.

Doch nicht nur geschäftlich Reisende nutzen die Vorteile der Serviced Apartments, sondern auch betagte Menschen, Studierende oder frisch getrennte, die eine Übergangslösung benötigen. Dazu kommt noch die reisefreudige Generation der Millennials, die auch als Generation Y bezeichnet wird: aktuell circa 20 bis 40 Jahre alt, mobil, kosmopolitisch, technologieaffin. Diese Gruppe findet die klassischen Hotels, womöglich mit dem traditionellen Concierge, Portier, hochpreisiger Sterne-Küche und Schuhputzservice, nicht nur spießig, sondern auch überkandidelt und oll. Doch zugleich legen die Millennials wert auf Internetzugang und Konnektivität über Skype, WhatsApp und die sozialen Netzwerke. Zu 90 % sind die Serviced Apartments das gesamte Jahr ausgelastet und das sind Werte weit über dem Hotelmarkt, wo Zimmer aktuell zwischen 55 und 80 % belegt sind.

Einer der führenden Unternehmen ist Visionapartments, das bspw. rund 1000 Serviced Apartments in europäischen Städten anbietet, allerdings vorwiegend Wohnungen in Zürich und Lausanne. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben rund 27 Mio. Franken im Jahr 2015 umgesetzt. Visionapartments wurde 1999 gegründet und beschäftigt heute rund 180 Mitarbeiter.

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