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Spendenaufkommen in Deutschland bei über 30 Milliarden Euro

Die Bundesbürger sind nach neuen Berechnungen des Deutschen Fundraising Verbands (DFRV) deutlich freigebiger als angenommen. Mit dem seit Jahren relativ konstanten Wert um 5,3 Milliarden Euro, der auf Marktforschungsdaten beruht, werde das tatsächliche Spendenvolumen "dramatisch unterschätzt", sagte DFRV-Geschäftsführerin Larissa Probst dem "Spiegel". Darin seien weder Erbschaften noch Großspenden enthalten, die bei spendensammelnden Organisationen aber immer wichtiger würden. Nach den Berechnungen ihres Verbands liege allein das Volumen privater Spenden eher bei zwölf Milliarden Euro, also mehr als doppelt so hoch, so die DFRV-Geschäftsführerin weiter. Hinzu kämen Unternehmensspenden, die laut einer Studie der Bertelsmann -Stiftung bei etwa 9,5 Milliarden Euro liegen. Zudem müsse auch die Kirchensteuer einbezogen werden, da man freiwillig Mitglied sei - also weitere 12,4 Milliarden Euro. Der Gesamtspendenumsatz liege damit bei jenseits von 30 Milliarden Euro und damit über dem Umsatz von DAX-Unternehmen wie Eon oder SAP. Dennoch sei das Volumen damit "noch lange nicht ausgeschöpft", sagte Probst. In den USA werde "pro Kopf etwa zweieinhalb Mal so viel gespendet", so die DFRV-Geschäftsführerin weiter. Potenzial sieht sie vor allem bei den wohlhabendsten zehn Prozent der Bevölkerung. Ohnehin gebe es einen "deutlichen Trend, dass weniger Menschen höhere Beträge spenden". Ein weiterer Befund sei, dass gerade bei Hochvermögenden "die Bereitschaft zum Spenden steigt, wenn die Zinsen sinken", sagte Probst dem "Spiegel". Foto: 500-Euro-Geldscheine, über dts Nachrichtenagentur  

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