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Steinmeier schaltet sich in Bergkarabach-Konflikt ein

Steinmeier schaltet sich in Bergkarabach Konflikt ein - Steinmeier schaltet sich in Bergkarabach-Konflikt einBundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich in die Bemühungen um eine Deeskalation im Bergkarabach-Konflikt eingeschaltet. "Er verfolgt die Lage mit besonderer Sorge, weil die bewaffneten Auseinandersetzungen offenbar eine andere Qualität haben als in den vergangenen Jahren", teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Samstagabend mit. Steinmeier habe bereits "mit dem armenischen Außenminister Edward Nalbandjan telefoniert und wird auch mit seinem Amtskollegen aus Aserbaidschan sprechen", hieß es weiter.

Der Außenminister fordere weiterhin alle Seiten zur "unverzüglichen Beendigung der Kämpfe" auf. Die OSZE und das Auswärtige Amt beobachten die weitere Entwicklung "mit größter Aufmerksamkeit". In der Region Bergkarabach hatte es am Samstag neue Kämpfe zwischen Armeniern und Soldaten Aserbaidschans gegeben. Verlässliche Angaben über Tote und Verletzte gibt es bislang nicht: Medienberichten zufolge sollen aber mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen sein. Beide Seiten beschuldigten sich gegenseitig, die Eskalation provoziert zu haben. Nach armenischen Angaben waren aserbaidschanische Armeeeinheiten mit Panzern, Artillerie und Lufteinheiten gegen eigene Kräfte in der Region vorgegangen. Man habe eine Gegenoffensive eingeleitet und dabei einen Hubschrauber abgeschossen. Erst am Freitag war US-Außenminister Kerry mit beiden Staatsoberhäuptern in Washington zusammengetroffen und hatte sich für eine friedliche Lösung des Konfliktes ausgesprochen. Auch Russlands Präsident Putin zeigte sich besorgt. Die hauptsächlich von Armeniern bewohnte Region Bergkarabach gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan. Der Konflikt zwischen den Nachbarländern um die Südkaukasusregion besteht seit Jahren. Als Vermittler dient die 1992 gegründete Minsk-Gruppe der OSZE, der unter anderem Vertreter aus Russland, der USA, Deutschland, Frankreich und der Türkei angehören.

Foto: Frank-Walter Steinmeier, über dts Nachrichtenagentur

 
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