Elektrische Zahnbürsten haben sich in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil der täglichen Mundhygiene für viele Menschen entwickelt. Laut Angaben der Stiftung Warentest nutzen rund 30 Millionen Deutsche regelmäßig eine elektrische Zahnbürste. Doch sind teure Modelle auch immer die Besten? Die Verbraucherschutzorganisation hat mehrere elektrische Zahnbürsten genauer unter die Lupe genommen, um herauszufinden, welche Modelle wirklich überzeugen können.
Gründliche Reinigung im Fokus
Bei der Untersuchung der verschiedenen elektrischen Zahnbürsten stand vor allem die Reinigungsleistung im Fokus der Tester. Schließlich ist dies die Hauptfunktion einer Zahnbürste und entscheidend für die Mundgesundheit. Die Experten prüften, wie gründlich die Testmodelle Beläge und Verfärbungen von den Zähnen entfernten. Dabei wurden sowohl die Innen- als auch die Außenflächen der Zähne berücksichtigt.
Neben der Reinigungsleistung wurden auch weitere Kriterien wie der Geräuschpegel, die Handhabung und der Energieverbrauch unter die Lupe genommen. Schließlich soll eine elektrische Zahnbürste nicht nur effizient, sondern auch angenehm in der Anwendung sein.
Auch Preis-Leistungs-Verhältnis im Blick
Ein wichtiger Faktor bei der Bewertung der Zahnbürsten war auch das Preis-Leistungs-Verhältnis. Denn nicht immer bedeutet ein hoher Anschaffungspreis auch die beste Leistung. Die Tester wollten herausfinden, ob sich teure Modelle tatsächlich von günstigen Varianten abheben.
Insgesamt testete die Stiftung Warentest 17 verschiedene elektrische Zahnbürsten in unterschiedlichen Preisklassen. Die Palette reichte von günstigen Modellen für unter 20 Euro bis hin zu Spitzenprodukten für über 100 Euro. Das Ergebnis zeigt: Der Preis allein ist kein Garant für eine hervorragende Reinigungsleistung.
Gute Ergebnisse auch bei günstigen Modellen
Einige der günstigen elektrischen Zahnbürsten im Test konnten durchaus mit den teureren Modellen mithalten. So erhielten zum Beispiel die Modelle „Oral-B Pro 2 2500“ für rund 40 Euro und „Philips Sonicare ProtectiveClean 4100“ für etwa 50 Euro die Bestnote „gut“. Auch der Handstück-Akku überzeugte bei diesen Modellen mit einer Laufzeit von bis zu zwei Wochen.
Auf der anderen Seite gab es auch teure Spitzenmodelle, die bei der Reinigungsleistung nicht vollständig überzeugen konnten. So erhielt beispielsweise die „Oral-B Genius X“ für rund 150 Euro lediglich die Note „befriedigend“. Zwar überzeugten Ausstattung und Konnektivität, doch bei der Reinigung schnitten andere, günstigere Modelle besser ab.
Teure Modelle nicht immer die Besten
Das Fazit der Stiftung Warentest ist eindeutig: Teure elektrische Zahnbürsten sind nicht zwangsläufig die besten. Entscheidend ist vielmehr, dass die Zahnbürste gründlich und effizient reinigt. Dabei spielen Ausstattungsmerkmale wie Bluetooth-Anbindung oder integrierte Sensoren eine eher untergeordnete Rolle.
Wer also auf der Suche nach einer leistungsfähigen elektrischen Zahnbürste ist, muss also nicht zwangsläufig zum teuersten Modell greifen. Vielmehr lohnt es sich, verschiedene Varianten im mittleren Preissegment genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn hier finden sich durchaus Modelle, die eine hervorragende Reinigungsleistung bieten – und das zu einem vergleichsweise günstigen Preis.
