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Stoiber will wieder „mehr Kohl“ in der CDU

Der CSU-Ehrenvorsitzende und frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber wünscht sich nach 18 Jahren Angela Merkel wieder "mehr Kohl" in der Schwesterpartei CDU. "Heute erwartet man wieder mehr emotionale Wärme zwischen Führung und Parteibasis. Die Menschen wollen auch mit dem Herzen abgeholt werden", sagte Stoiber dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe). Merkels nüchterner Stil stoße heute an Grenzen, so der CSU-Politiker, Kohl habe die Partei als Familie geführt. Die CDU-Regionalkonferenzen mit den drei Kandidaten Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn bezeichnete Stoiber als "ein starkes Stück Demokratie" und dem Image der CDU dienlich. Doch bei Personalfragen sieht er seine CSU weiter als die CDU: "Mit seinen 51 Jahren symbolisiert Markus Söder den Generationenwechsel, er ist der jüngste Ministerpräsident in der Geschichte Bayerns. Am 19. Januar 2019 wird er voraussichtlich auch Parteivorsitzender. Das ist eine gute Entwicklung", sagte Stoiber. Die Antwort auf die AfD muss aus der Sicht von Stoiber "der wehrhafte, konsequente Rechtsstaat" sein. "Die Bürger regen sich zu Recht auf, wenn Verstöße nicht oder zu spät verfolgt werden. Das gilt nicht nur im Asylbereich, sondern auch für die Wirtschaft und die Banken, etwa bei Steuerhinterziehung im Cum-Ex-Skandal ." Foto: Edmund Stoiber, über dts Nachrichtenagentur

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