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Studie: Immobilienpreise entkoppeln sich weiter von Einkommen

Die Immobilienpreise in den deutschen Metropolen sind in den vergangenen Jahren so rasant gestiegen, dass sie sich von den verfügbaren Einkommen der Haushalte weitgehend entkoppelt haben. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Bundesverbands der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), die der “Welt am Sonntag” vorliegt. Demnach sind die Preise für Wohnimmobilien in den sechs Großstädten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt und Stuttgart in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt um mehr als 50 Prozent gestiegen.

Die Einkommen der Haushalte stiegen im gleichen Zeitraum allerdings nur um etwas mehr als sechs Prozent: Die Immobilienpreise legten also achtmal so stark zu wie die verfügbaren Einkommen. Eine Ende dieses Trends ist laut BVR nicht in Sicht: “Diese Entwicklung ist ein Zeichen von zum Teil deutlichen Preisübertreibungen in einzelnen Stadtvierteln der Metropolen”, sagte BVR-Vorstand Andreas Martin. Er rechne trotzdem nicht mit sinkenden Preisen: “Eine scharfe Preiskorrektur ist mittelfristig nicht zu befürchten.” In den Metropolen gebe es immer noch zu wenige Wohnungen, und die Nachfrage bleibe hoch. Auch außerhalb der größten Städte beschleunigt sich der Studie zufolge der Preisanstieg: Im vergangenen Jahr hätten die Preise für selbst genutztes Wohneigentum deutschlandweit um 4,8 Prozent zugelegt und damit deutlich schneller als im Vorjahr, als das Plus nur 3,1 Prozent betragen hatte. Der Unterschied zwischen Stadt und Land bleibt allerdings enorm groß: Während in den Städten die Preise um 5,5 Prozent anzogen, waren es auf dem Land nur 4,0 Prozent. Trotz der äußerst dynamischen Entwicklung und einigen vereinzelten Übertreibungen in den Trendvierteln der großen Metropolen sieht BVR-Vorstand Martin beim Blick auf den gesamten deutschen Immobilienmarkt keine Preisblase. “Sowohl im städtischen als auch im ländlichen Bereich haben sich die Preise seit 2007 weitestgehend im Einklang mit den Mieten und den verfügbaren Einkommen entwickelt”, sagte er.

Foto: Wohnungen, über dts Nachrichtenagentur

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