Studie verbindet alte virale DNA mit psychiatrischen Störungen

Studie verbindet alte virale DNA mit psychiatrischen Störungen


Alte DNA im Menschen kann mit schweren psychiatrischen Störungen wie Depressionen in Verbindung gebracht werden. Die alten viralen DNA-Sequenzen, die als Humane Endogene Retroviren (HERVs) bekannt sind, machen etwa 8 % des menschlichen Genoms aus. Wissenschaftler vermuten, dass sie mit schweren psychiatrischen Störungen wie Depressionen, Schizophrenie und bipolaren Störungen in Verbindung stehen könnten. Forscher vom King’s College London und den Feinstein Institutes for Medical Research stehen hinter der neuen Studie. Sie entdeckten, dass bestimmte HERVs im Gehirn mit einer erhöhten Anfälligkeit für diese Erkrankungen in Verbindung stehen. In dieser Studie wurden fünf HERV-Expressionssignaturen identifiziert, die mit psychiatrischen Störungen in Zusammenhang stehen. Sie analysierte Daten von Zehntausenden von Menschen und 800 Gehirnautopsien. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass diese uralten viralen Sequenzen eine wichtige Rolle für die Gehirnfunktion und die psychische Gesundheit spielen. Dies könnte möglicherweise den Weg für neue Diagnose- und Behandlungsmethoden ebnen.

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