Studium: 4 Alternativen zum Präsenzstudium

Viele Arbeitnehmer streben eine erfolgreiche Karriere mit verantwortungsvollen Aufgaben an. Beim Bewerben um einen Managementposition gehört für Führungskräfte ein akademisches Studium zu den Grundvoraussetzungen. Was ist aber, wenn man weiterhin seinem Beruf nachgehen möchte und gleichzeitig einen Bachelor- oder Masterabschluss erlangen möchte? Mittlerweile haben sich in Deutschland zeitlich flexiblere Hochschulmodelle etabliert, die es erlauben, Beruf und akademische Weiterbildung miteinander zu verknüpfen. Doch inwiefern unterscheiden sich ein Duales Studium, Fernstudium, Teilzeitstudium und ein Abendstudium in der Praxis?

Duales Studium

Das Duale Studium wird an einer Dualen Hochschule oder Berufsakademie absolviert und kombiniert eine Berufsausbildung mit längeren Praxisphasen in einem Unternehmen (primär mittelständische und größere Firmen). Insbesondere Berufsanfänger entschließen sich oftmals zu einem Dualen Studium. Diese Studienart ist teilweise auch unter den Begriffen Studium mit vertiefter Praxis, kooperatives Studium oder Verbundstudium bekannt. Wirtschaftliche Studienfächer sind charakteristisch für das Duale Studium. Aus diesem Grund arbeitet ein Großteil der Studierenden im Controlling, in der Buchhaltung oder im Vertrieb eines Unternehmens. Technische Fachrichtungen sind im Dualen Studium ebenfalls gefragt.

Bei einem Dualen Studium wechselt sich die innerbetriebliche Ausbildung mit dem Präsenzstudium an der Akademie bzw. Dualen Hochschule ab. Die Studienabschnitte erfolgen blockweise oder es sind gezielte Zeitabschnitte festgelegt, die für das Studium vorgesehen sind. Während des Dualen Studiums bezieht der Studierende ein geregeltes Einkommen und sammelt detaillierte Einblicke in den Betrieb durch die intensiven Praxiseinheiten. Studium und berufliche Praxis sind gut aufeinander abgestimmt, sodass es zwischen den einzelnen Phasen zu keinen Überschneidungen kommt. Durch die gute Vernetzung von Studium und beruflicher Tätigkeit bleibt die zusätzliche Arbeitsbelastung überschaubar.

Ziel des Dualen Studiums ist es, dass der Studierende nach dem Bestehen des Bachelor- bzw. Masterstudiums ohne weitere Einarbeitung in einer Abteilung des Unternehmens eingesetzt werden kann. Dies ist allerdings nicht bindend, denn mit dem Erreichen des allgemein anerkannten Hochschulabschlusses eröffnen sich zahlreiche weitere Karriereperspektiven. Zusätzlich sind die Eigenschaften Disziplin, Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft wichtige Faktoren für Aufsteiger.

Berufsbegleitendes Fernstudium an einer Fernhochschule

Eines der flexibelsten Studienmodelle ist das Fernstudium an einer Fernhochschule. Berufstätige Studierende können sich die Lernphasen während des Bachelor- oder Masterstudiums individuell einteilen. Dadurch ist es möglich, das Fernstudium auch auf Geschäftsreisen auch im Urlaub und während längerer Auslandsaufenthalte fortzuführen. Bei den meisten Fernhochschulen können Studierende auf einen virtuellen Campus zugreifen. Durch Lernplattformen im Internet treten die Studierenden untereinander sowie mit den Dozenten in Kontakt und tauschen sich untereinander aus. Das Online-Angebot einer Fernhochschule beinhaltet beispielsweise Video-Vorlesungen, Online-Lerngruppen, Web-Tutorien, digitale Aufgabenblätter sowie Audio-Aufzeichnungen. Außerdem erhält der Studierende während des Fernstudiums ein monatliches Gehalt und schafft die Basis für neue berufliche Wege. Wer zwischen einem Dualen Studium und einem berufsbegleitenden Fernstudium schwankt, sollte sich bei der Mobile University umfassend informieren.

(Berufsbegleitendes) Teilzeitstudium

Bachelor- und Masterstudiengänge können an staatlichen Fachhochschulen und Universitäten in Teilzeit abgelegt werden. Das Teilzeitstudium erstreckt sich auf maximal die doppelte Studienzeit eines Vollzeitstudiengangs. Zu berücksichtigen ist, dass sich ein Teilzeitstudium an bestimmte Personengruppen richtet. Dazu gehören unter anderem chronisch kranke oder behinderte Menschen, Studierende mit familiären Verpflichtungen sowie alle, die durch ihre persönliche Situation oder anderer Verpflichtungen nicht Vollzeit studieren können. Auch die Pflege von Familienmitgliedern oder Kinderbetreuung sind mögliche Gründe für ein Teilzeitstudium. Insgesamt gesehen muss es ein triftiges Argument für ein Teilzeitstudium geben.

Vollzeitstudierende, die wegen einer schwierigen privaten Situation mit dem Studium überfordert sind, können in ein Teilzeitstudium wechseln. Dafür muss der Studierende einen entsprechenden Antrag stellen. Zuvor sollte man die Auswirkungen des Teilzeitstudiums mit den relevanten Stellen wie der Krankenkasse, dem BAföG-Amt oder der Sozialberatung des Studentenwerks abklären. Welche Regelungen auf das BAföG für ein Teilzeitstudium zutreffen, wird in diesem informativen Artikel von nebenbei-studieren.de ausführlich dargestellt.

Das Teilzeitstudium an einer Universität oder Fachhochschule verschafft den Zugang zu verschiedenen staatlich anerkannten Bachelor- und Masterstudiengängen. Wissenswert ist, dass bei einem Teilzeitstudium die Vorlesungszeiten nicht an die berufliche Tätigkeit angepasst sind. Deshalb eignen sich die oben genannten Personengruppen besonders für diese Studienform.

Berufsbegleitendes Abendstudium

Die Kernzeiten eines berufsbegleitenden Studiums an der Abendschule konzentrieren sich auf den Abend und die Wochenenden. Bei der Wahl des Studiengangs können Berufstätige frei über die Fachrichtung entscheiden und müssen nicht einen Studiengang wählen, der mit der beruflichen Tätigkeit in direktem Zusammenhang steht. Vor allem für Studierende, die sich beruflich verändern möchten, können mit einem Bachelor- bzw. Masterabschluss jobtechnisch in eine völlig andere Branchen gehen. In Absprache mit dem Arbeitgeber ist es auch möglich, eine akademische Weiterbildung für die Fortentwicklung im aktuellen Beruf zu machen. Teilweise übernehmen Arbeitgeber sogar die Studiengebühren, was das Abendstudium für viele Berufstätige noch attraktiver macht.

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