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Stuttgart 21 sprengt Kostendeckel wohl erneut

Das Eingeständnis der Bahn irritiert, dass sich der Hauptbahnhof um zwei Jahre und zwei Tunnel um mindestens eines verzögern. Es überrascht aber nicht. Viele Verspätungen sind zwangsläufig durch Erkenntnisse und eine entsprechende Anpassung der Pläne getrieben, die sich erst im Lauf des Bauens ergeben. Heftiger irritiert, dass S21 wieder kurz davor steht, den Kostendeckel zu sprengen. Er wurde 2013 um zwei auf stolze 6,526 Milliarden Euro hochgewuchtet. Was in der Summe bedeutet: Hinter Stuttgarts größtem Bauprojekt stehen trotz aller anerkennenswerten Fortschritte wieder Fragezeichen. Und zwar erneut an den neuralgischen Punkten Zeit und Geld. Wie beim Großflughafen BER in Berlin ist auch bei Stuttgart 21 der Brandschutz ein Problem. Dabei hieß es vor drei Jahren von Seiten der Bahn wie auch der Projektpartner Stadt , Region und Land, die Hürden seien überwunden. Kritiker hatten seit Planungsbeginn die Höhe der angesetzten Gesamtkosten bezweifelt. So prognostizierte Mitte 2008 eine im Auftrag von BUND und Bündnis 90/Die Grünen erstellte Studie der Verkehrsberatung Vieregg-Rössler wahrscheinliche Gesamtkosten für Stuttgart 21 in Höhe von 6,9 bis 8,7 Milliarden Euro. Der Bundesrechnungshof rechnete in einem Bericht Ende 2008, basierend auf Maßstäben des Bundesverkehrsministeriums, mit Mehrkosten von 1,2 Milliarden Euro und Gesamtkosten von 5,3 Milliarden Euro. Laut einem Bericht des Spiegels im Jahre 2011 hätten Beamte des Landes Baden-Württemberg die Kosten bereits im Herbst 2009 auf mindestens 4,9 Mrd. Euro geschätzt. Wahrscheinlicher sei jedoch ein Betrag von bis zu 6,5 Mrd. Euro gewesen, was dem derzeit aktuellen Wert entspricht. Aufgrund der bisherigen Kostenentwicklung und der längeren Bauzeit wird der Kostendeckel von 6,526 Mrd. Euro wohl nicht zu halten sein. Quelle: Stuttgarter Nachrichten
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