Schweizer-Uhrwerk1

Swatch gewinnt den Rechtsstreit gegen Tiffany

Schweizer UhrwerkBiel – Die geplante Zusammenarbeit vom Uhrenriesen Swatch und von Tiffany nahm im Jahr 2011 ein abruptes Ende, als Swatch Tiffany beschuldigte, das Projekt zu blockieren. Tiffany wurde von Swatch verklagt und hat diesen Prozess nun nach rund 2 Jahren gewonnen. Tiffany muss einen hohen Schadensersatz von 402 Millionen Franken an Swatch bezahlen. Eine Gegenklage von Tiffany wurde damals abgewiesen.

Im Jahr 2008 hatten Tiffany und Swatch eine Vereinbarung getroffen und wollten künftig Uhren unter der Marke Tiffany zusammen produzieren und verkaufen. Allerdings nahm diese Zusammenarbeit im Jahr 2011 ein recht abruptes Ende, da Swatch diese Zusammenarbeit abbrach und Tiffany einen Vertragbruch vorwarf. Swatch sagte, dass Tiffany die Entwicklung des Projektes verzögert und teilweise blockiert hatten. Nach dem Abbruch der Zusammenarbeit verklagte Swatch das andere Unternehmen. Tiffany versuchte sich ebenfalls an einer Klage gegen den Uhrenhersteller Swatch, doch diese Klage wurde nach Angaben von Swatch abgewiesen. Die Entscheidung wurde jetzt von dem niederländischen Schiedsgericht NAI getroffen, die ein Urteil in letzter Instanz gefällt haben. Swatch teilte diese Entscheidung des Gerichts jetzt öffentlich mit. Tiffany zeigte sich betroffen von der Entscheidung des Gerichtes und will jetzt prüfen, welche rechtlichen Möglichkeiten jetzt noch bestehen.

Rechtsstreit begann nach dem Vorwurf von Vertragsbruch gegen Tiffany

Der nun gewonnene Rechtsstreit hat sich somit insgesamt über zwei Jahre hingezogen und wurde nun Zugunsten vom Uhrenhersteller Swatch entschieden. Der US-Konzern Tiffany zeigte sich zunächst geschockt über die Entscheidung des niederländischen Schiedsgerichts und gab darüber hinaus eine Gewinnwarnung aus. Der Konzern müsse nun rund 295 bis 305 Millionen Dollar zurückstellen, damit der Schadensersatz an den ehemaligen Geschäftspartner Swatch beglichen werden kann. Die Jahresprognose von Tiffany veränderte sich demzufolge ebenfalls. Vorher stellte Tiffany 3,65 bis 3,75 Dollar Gewinn pro Aktie in Aussicht, nach dem verlorenen Rechtsstreit gegen Swatch sollen es nur noch 2,3 bis 2,35 Dollar pro Aktie sein.

Wertgewinn von Swatch Aktien nach der Entscheidung

Swatch hingegen profitiert nicht nur aufgrund der hohen Schadensersatzzahlung vom gewonnenen Rechtsstreit gegen Tiffany. Darüber hinaus haben auch die Aktien des Unternehmens an Wert gewonnen. Das Plus der Aktien lag am letzten Handelstag vor den Weihnachtsfeiertagen bei 0,4 Prozent und ist insofern beachtlich, da der sich Gesamtmarkt am Swiss Market Index (SMI) gemessen im Minus bewegt. Die Folgen sind somit für Swatch durchaus positiv zu beurteilen und Tiffany müsse nun erst einmal den Verlust verarbeiten. Trotzdem soll sich an den langfristigen Geschäftsplänen von Tiffany nach dem Urteil nichts ändern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert