Tabellen & Diagramme – wenn aus Zahlen Bilder werden

Wer seine Daten visualisieren möchte, der muss sicherstellen, dass das richtige Diagramm verwendet wird. Daten können in verschiedenen Diagrammtypen dargestellt werden, wobei es jedem selbst überlassen ist, welchen er nutzt, um die Botschaft klar und akkurat wiederzugeben.

Es gilt zu beachten, dass Daten nur dann wertvoll sind, wenn es bekannt ist, wie diese visualisiert werden, damit sie zum Kontext passen.

Daher hier ein Überblick zu den verschiedenen Diagrammtypen inklusive dem Hinweis, wie der geeignete Typ auszuwählen ist.

Daten erzählen eine Geschichte – welche sollen diese erzählen?

Bevor es daran geht ein Diagramm zu erstellen, ist es wichtig, zu wissen, warum dies getan wird. Infografiken, Karten und Diagramme helfen den Menschen, komplizierte Daten zu begreifen, die Muster aufzudecken, Trends zu identifizieren und eine Geschichte zu erzählen. Wer ein Diagramm erstellen möchte, der muss über die Botschaft nachdenken, die er seinem Publikum vermitteln will.

Das Beste ist es, die besten Verfahren für die Erstellung von Diagrammen zu befolgen. Die Zahlen müssen stimmen und die Diagramme müssen entsprechend skaliert sein. Was genau soll gezeigt werden? Unterschieden wird zwischen vier Haupttypen von Diagrammen:

Vergleiche Das Vergleichsdiagramm wird genutzt, wenn es darum geht einen oder mehrere Datensätze zu vergleichen. Die Elemente können miteinander gleichgesetzt werden oder es werden entwickelnde Unterschiede aufgezeigt.
Beziehung Geht es darum, eine Verbindung oder Korrelation zwischen zwei oder mehreren Variablen aufzuzeigen, wird das Beziehungsdiagramm genutzt.
Komposition Um Teile eines Ganzen oder zeitliche Entwicklungen darzustellen, werden Kompositionsdiagramme verwendet.
Distribution Um anzuzeigen, wie Variablen über einen Zeitablauf verteilt sind, werden Distributionsdiagramme eingesetzt. Sie helfen dabei statistische Ausreißer und Trends zu identifizieren.

Die Auswahl des richtigen Diagrammtypen

Bei der Auswahl geht es darum, sich die Frage zu stellen, wie viele Variablen aufgezeigt und wie viele Datenpunkte dargestellt werden sollen und wie die Achse skaliert werden soll.

Eine Veränderung über einen Zeitablauf werden in Linien-, Balken- oder Säulendiagrammen repräsentiert. Dagegen zeigen die Pyramiden- und Tortendiagramme Teile eines Ganzen an. Hilfreich um große Datenmengen zu visualisieren sind die Streu- und Kacheldiagramme.

Das Liniendiagramm – enthüllt Trends oder Veränderungen über einen Zeitraum

Geht es darum, Beziehungen innerhalb eines kontinuierlichen Datensatzes aufzuzeigen, dann sind die Liniendiagramme dafür zu verwenden. Sie können auf eine Vielzahl von Kategorien angewendet werden, wie bspw. die tägliche Besucherzahl einer Lokalität oder die Variationen in Aktienpreisen.

Das Tortendiagramm – beliebt und zugleich verhasst

Beim Tortendiagramm handelt es sich um eines der Diagramme, das am meisten Verwendung findet, aber zugleich sehr verhasst es. Wenn es darum geht, Teile eines Ganzen aufzuzeigen, werden diese verwendet. Dieses Diagramm repräsentiert die Zahlen in Prozentsätzen und teilt die Gesamtsumme aller aufgeteilten Segmente auf und gleicht 100 Prozent.

Die Balken- und Säulendiagramme – der Vergleich verschiedener Elemente

Geht es darum, verschiedene Elemente miteinander zu vergleichen, dann werden die Balken- und Säulendiagramme dafür verwendet. Während die Balken im Säulendiagramm senkrecht sind, werden diese im Balkendiagramm waagerecht dargestellt. Generell werden die Balkendiagramme dann verwendet, wenn eine un Übersichtlichkeit vermieden werden soll. Diese kann durch eine lange Datenbeschriftung entstehen oder durch den Vergleich von mehr als 10 Elementen. Positiv ist, dass diese Diagramme einfach zu verstehen und zu erstellen sind.

Kacheldiagramme – Trends erkennen und vergleichen

Wer Trends aufzeigen und schnelle Vergleiche ermöglichen möchte, der nutzt ein Kacheldiagramm. Besonders dann, wenn eine Farbe besonders hervorgehoben wird, ist ein schneller Vergleich möglich. Während eine Datentabelle mehrere Reihen von Daten anzeigen kann, ist es Kacheldiagramm in der Lage Hunderte und Tausende von Elementen in einem organisierten Schaubild unterzubringen. Dadurch wird es einfach, Muster in Sekundenschnelle zu erkennen. Wird ein solches Diagramm korrekt erstellt, dann wird der Raum effizient genutzt.

Diagramme mit doppelten Achsen – die Kombination mehrerer Diagramme

Im Grunde werden in einem Diagramm mit doppelten Achsen mehrere Diagramme miteinander kombiniert und es wird eine zweite y-Achse zum Vergleich mit eingebracht. Es gibt durchaus einige Mitglieder der Datenvisualisierungs-Community, die in Bezug auf diese Diagramme skeptisch sind, da die Zuschauer oftmals verwirrt sind, da diese schlecht designt oder irreführend wirken können.

Flächendiagramme – in vielerlei Hinsicht ein Liniendiagramm

In vielerlei Hinsicht ähneln die Flächendiagramme den Liniendiagrammen, wobei es einige subtile Unterschiede gibt. Beide Diagramme zeigen eine Veränderung von Zeitablauf, allgemeinen Trends und Kontinuität innerhalb eines Datensatzes auf. Doch Flächendiagramme stellen den Raum zwischen den Linien und der Achse ausgefüllt dar, um so das Volumen anzuzeigen.

Pyramidendiagramme – Grundlagen basierend auf Beziehungen visualisieren

UM auf Grundlagen basierende Beziehungen anzuzeigen, stellen die Pyramidendiagramme eine tolle Möglichkeit dar. Dargestellt werden diese in Form eines Dreiecks, welches in horizontale Abschnitte eingeteilt wurde, und diese sind hierarchisch mit Kategorien gekennzeichnet. Diese können nach oben oder unten orientiert angezeigt werden, abhängig von den Beziehungen, die sie repräsentieren.

Wortwolken oder Etikettenwolken – eine Art von gewichteten Listen

Mit einem solchen „Diagramm“ wird Text in unterschiedlichen Schriftgrößen, Wichtungen und Farben wiedergegeben, um so Häufigkeiten oder Kategorien anzuzeigen. Dabei können diese alphabetisch oder willkürlich angeordnet werden. Den Zuschauern wird somit dabei geholfen, Trends und Muster zu erkennen, die ansonsten schwer zu identifizieren sind.

Tabellen – ein einfacher Vergleich von Daten

In Tabellen werden Daten in Zeilen und Spalten dargestellt, wodurch es einfacher wird, Paare verwandter Werte zu vergleichen oder qualitative Informationen wiederzugeben, wie bspw. monatliche Verkaufsraten über ein Finanzjahr.

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