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Tchibo/Eduscho lässt kleine Shops auf

Wien – Das Filialnetz von Tchibo/Eduscho wurde um 24 Geschäfte verringert. Geschlossen wurden vor allem kleine Läden, denn Verkaufsflächen sind gefragt. Neben dem Kaffeeverkauf, kommt nicht nur den Coffee-Bars eine größere Bedeutung zu, sondern auch dem Verkauf Nicht-Kaffee-Artikeln. „Ja, wir haben kleine Shops zugesperrt, aber unsere Verkaufsfläche steigt. Mindestens 125 bis 135 Quadratmeter Verkaufsfläche braucht man dazu“, erklärt Harald J. Mayer, Geschäftsführer von Tchibo/Eduscho Österreich. Jedes Jahr wolle er nun 15 Filialen überarbeiten, sodass in 8 bis 9 Jahren alle Verkaufsflächen neu organisiert sind. Heuer sind bereits 10 Filialen umgebaut und vergrößert worden oder neu hinzugekommen. Bis Jahresende werden es 15 sein.

In Österreich läuft es anders

Eduscho hat in Österreich eine eigene Unternehmensgeschichte. Die Entwicklung verlief anders als in Deutschland. So werden in Österreich durch Eduscho Austria GmbH beide Marken vertreten, Tchibo und Eduscho. Das Sortiment umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Kaffeesorten und Kaffee-Mischgetränke. Tchibo/Eduscho, das in Österreich ein eigens Markenimage betreibt, bezeichnet sich hierzulande selbst als Marktführer. Tchibo/Eduscho Austria betreibt auch eigene Niederlassungen in der Schweiz, in Polen und in Tschechien. Doch nicht nur Kaffee und Kaffeegetränke werden angeboten, im Gegenteil, ihr Anteil in den Geschäften liegt hinter den Nicht-Kaffee-Artikeln, bei gerade einmal 40 Prozent. Das Produktportfolio der Nicht-Kaffee-Artikel wechselt wöchentlich. Vor allem handelt es sich um Accessoires, Sportartikel, Einrichtungsdekoration und Haushaltswaren. Auch Reisen werden angeboten. Die Reisen sei einer der fünf besten Umsatzbringer, freut sich Mayer.

Zu Weihnachten wird’s bunt

In den Tchibo/Eduscho-Regalen wird es in den Wochen vor Weihnachten besonders bunt. Eine Vielzahl von Artikeln wird kommen und gehen, um Abwechslung auf den Gabentisch zu bringen. Die Zahlen aus dem Weihnachtsgeschäft erfreuen Mayer immer wieder. Heuer ist ein Streifzug durch das gesamte Produktportfolio geplant. Doch auch über das Kaffeegeschäft kann sich der Geschäftsführer nicht beklagen. Der Kaffeekonsum sei zwar etwas zurückgegangen, doch Österreich liege noch immer im Spitzenfeld. Dass weniger Kaffee getrunken wird, falle in der Kasse nicht auf, denn der Österreicher greife verstärkt zu teureren und besseren Sorten. Vom Kaffeekonsum zum Kaffeegenuss, scheint es zu heißen. Weniger Kaffe, dennoch Zuwächse. Das liege auch am Kapselgeschäft, meint Mayer. In Österreich sei Tchibo/Eduscho mit 36 Prozent Marktführer, Nespresso läge bei 28 Prozent Marktanteil und Tassimo bei 16 Prozent. „Während Nespresso sein Geld in George Clooney investiert hat, haben wir es in unsere Kapselmaschinen gesteckt“, lacht Mayer. Auch bei den Maschinen läge der Marktanteil in Österreich zwischen 35 und 40 Prozent.

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