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Tote bei Amokfahrt in Münster

Bei einer Amokfahrt mit einem Kleinlaster sind in Münster mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Zudem soll sich der Fahrer des Lasters noch im Fahrzeug selbst getötet haben. Mindestens 30 Menschen wurden verletzt, mehrere davon schweben in Lebensgefahr.

Ein Mitarbeiter der Feuerwehr sprach von etwa 50 Betroffenen. Ein Mann war am Nachmittag im Kiepenkerl-Viertel mit hoher Geschwindigkeit in eine Menschenmenge gefahren. Aus Polizeikreisen war zu erfahren, dass die Ermittler von einem Terroranschlag ausgehen. Die Altstadt von Münster wurde weiträumig abgesperrt. Es war schnell viel Polizei vor Ort, weil sie eigentlich eine Demonstration von 1.500 Kurden begleiten sollte. Diese Demonstration wurde abgesagt. In dem Tatfahrzeug wurde ein verdächtiger Gegenstand gefunden. Ob es sich dabei um Sprengstoff handelte, war zunächst unklar.

Zahl der Todesopfer nach Amokfahrt in Münster steigt

Nach der Amokfahrt in Münster steigt die Zahl der Todesopfer an. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums kamen mindestens drei Menschen ums Leben, zudem tötete sich der mutmaßliche Täter offenbar noch im Fahrzeug mit einer Schusswaffe selbst. Der Mann war am frühen Nachmittag im Kiepenkerl-Viertel mit einem Kleinlaster und mit hoher Geschwindigkeit in eine Menschenmenge gefahren.

Neben den Todesopfern wurden rund 20 Menschen verletzt, mindestens fünf davon schwer. Die Altstadt von Münster wurde weiträumig abgesperrt. Die Polizei ging Gerüchten nach, wonach es weitere Täter geben könnte, die angeblich aus dem Fahrzeug geflüchtet sein sollen. Gesicherte Erkenntnisse dazu gab es nicht. Die Beamten riefen die Bevölkerung dazu auf, den Tatort zu meiden und keine Gerüchte zu verbreiten.

 

Polizei bestätigt: „Es war ein Anschlag“

„Es war ein Anschlag“, sagte eine Sprecherin der Polizei von Nordrhein-Westfalen der Neuen Zürcher Zeitung. Ob der Täter ein Terrorist war oder womöglich aus persönlichen Motiven handelte, sei offen. „Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen.“ Alle verfügbaren Kräfte des Bundeslandes seien im Einsatz.

 

Täter von Münster soll ein psychisch auffälliger Deutscher gewesen sein

Bei dem Mann, der in Münster mit einem Kleintransporter in eine Menschenmenge gefahren ist und dabei mindestens drei Menschen und anschließend sich selbst getötet hat, soll es sich um einen 49-jährigen Deutschen handeln, der „psychisch auffällig“ war. Das berichteten die Fernsehsender n-tv und die „Süddeutsche Zeitung“ am Samstagabend unter Berufung auf eigene Informationen. Einen Hinweis auf einen Terroranschlag gebe es nicht.

Die „Westfälischen Nachrichten“ schrieben auf ihrer Internetseite, die Wohnung eines psychisch kranken Mannes in Münster sei durchsucht worden. Die Uniklinik Münster öffnete aufgrund des Großeinsatzes in Münster die Blutspendestelle. Aus Zeitgründen könnten jedoch vorerst nur registrierte Blutspender zugelassen werden.

Trauer und Entsetzen nach Amokfahrt in Münster

Nach der Amokfahrt stehen Stadt und Land unter Schock. „Ein trauriger, ein schrecklicher Tag für unser Land“, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). „Meine Gedanken und Gebete sind bei den Angehörigen der Toten und den Schwerverletzten in Münster“, so Laschet.

Bundesinnenminister Horst Seehofer äußerte sich ähnlich und sagte, die Sicherheitsbehörden des Bundes stünden in engem Austausch mit den Behörden in Nordrhein-Westfalen. Selbst Carles Puigdemont, der am Mittag mit seiner Pressekonferenz in Berlin noch selbst die Schlagzeilen beherrscht hatte, meldete sich zu Wort: „Mein ganzes Mitgefühl und Solidarität den deutschen Bürgern, den Vertretern vor Ort und der Bundesregierung“, so der ehemalige katalanische Regionalpräsident. Die Hauptdarsteller des Tatort Münster äußerten sich ebenfalls bestürzt: „Das ist eine Tragödie für die Stadt“, sagte Axel Prahl. Sein Kollege Jan Josef Liefers ergänzte: „Münster ist einer der friedlichsten und freundlichsten Orte, die ich kenne, und so wird es bleiben, trotz dieses sinnlosen und kranken Anschlags.

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