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Trend: Blockchain und Vereinstoken im Profifußball

Die Fachbegriffe Blockchain und Kryptowährungen sollten inzwischen den meisten Lesern ein Begriff sein. Seit dem Siegeszug des Bitcoins, einer digitalen Währung, die auf einem dezentral organisierten Buchungssystem (Blockchain), wird immer mehr auf Kryptowährungen gesetzt. So gibt es inzwischen unzählige Kryptowährungen. Dabei kann es sich um Währung im engeren Sinne, aber auch um nicht ersetzbare, einzigartige digitale Objekte (NFT) handeln.

Während auf dem Finanzmarkt der Fokus auf Währungen wie Ethereum, Bitcoin, Litecoin und IOTA liegt, setzt die Wirtschaft immer mehr auf NFTs. Inzwischen gibt es unzählige dieser Token, die teils dem Inhaber einen gewissen Mehrwert bringen sollen. So werden zum Beispiel im Profifußball von immer mehr Vereinen gebrandete Token für den Erwerb und Handel angeboten. Den Inhabern dieser „Vereinstoken“ wird häufig die Möglichkeit geboten, bei marginalen Entscheidungen abzustimmen. So haben bei manchen Vereinen die Besitzer der „Anteile“ über die Bilder im Kabinengang entschieden. Bei anderen Clubs erhalten die Inhaber der Token die Chance, über das Lied abzustimmen, das bei Torerfolg der Heimmannschaft eingespielt wird, zu entscheiden.

Es sind aber nicht nur Fans, die im Besitz der gebrandeten Token sind. So wurde nach dem spektakulären Wechsel von Lionel Messi vom FC Barcelona zu Paris Saint Germain bekannt, dass der Argentinier ein Antrittsgeld in Vereinstoken ausgezahlt bekommen hat. Wie hoch der Anteil der Vereinstoken ist, den der Neupariser erhalten hat, ist nicht bekannt. Es wurde lediglich von „einer großen Anzahl“ gesprochen.

Was Messi, der durch seinen Wechsel PSG endgültig zum Topfavoriten auf den Champions League Titel gemacht hat, mit seinen Anteilen vorhat, ist nicht bekannt. Die Entscheidung, seine Anteile in eine andere Währung zu wechseln oder auf einen ansteigenden Preis zu setzen, ist nicht leicht, da die NFTs erst seit kurzem Teil des Fußballbusiness sind und keiner so recht einschätzen kann, wie sich deren Wert entwickelt.

Die Vereinstoken des so begabten Fußballers wurden von socios.com bereitgestellt. Hierbei handelt es sich um die führende Plattform für Fan Token. Neben PSG haben hier noch einige andere Clubs ihre Tokens platziert. Einige der bekannten Namen sind unter anderen Manchester City und AC Milan.

Von deutschen Vereinen gibt es noch keine NFTs. Zwar hatten Clubs wie der FC Bayern schon mit dem Gedanken gespielt, NFTs einzuführen, doch stehen diese etwas dem Grundgedanken des deutschen Fußballes entgegen. Da Eigentümer großer Anteile mehr Mitbestimmungsrecht hätten, würde die Macht von Fangruppen unterwandert. Zudem sehen Fußballpuristen in den NFTs nur eine weitere Möglichkeit, um den Sport zu monetisieren.

Betrachtet man die Entwicklungen der letzten Monate, ist damit zu rechnen, dass Kryptowährungen, Blockchain und NFT immer mehr Einsatz im Sport finden werden. Seien es fälschungssichere Eintrittskarten, das Bezahlen im Stadion oder das Auswählen des Trikots für die Mannschaft – die Möglichkeiten werden sicher immer vielfältiger.

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