Trend: weitere Umsatzsteigerungen bei E-Readern erwartet

Berlin – E-Reader, die zur Darstellung von elektronischen Büchern dienen, sorgen für weitere Umsatzsteigerungen im Jahr 2013. Im Jahr 2013 beginnen diese Geräte auch für Buchhändler langsam profitabel zu werden und es ist klar geworden, dass die Zukunft nicht mehr nur dem Papier gehört. Allerdings begann diese Revolution in Deutschland erst verhältnismäßig spät, denn gerade im Buchhandel wurde noch lange auf das Papier gesetzt und der Verkauf von E-Books wurde nicht unbedingt kräftig unterstützt.

2012 hat sich das jedoch geändert, denn laut der Jahresbilanz des Börsenvereins des Buchhandels machten E-Books in diesem Jahr 2,4 Prozent des Umsatzes aus und können damit erstmalig als ein bemerkbarer Marktanteil bezeichnet werden. Im Jahr 2011 lag dieser Marktanteil nur bei 0,8 Prozent. Versandbuchhändler meldeten außerdem, dass der Anteil von E-Books an den gesamten Verkäufen um 125 Prozent zugenommen hat. Amazon hat dieses Potenzial schon früher erkannt, denn bereits im Jahr 2011 wurde von dem Konzern gemeldet, dass mehr E-Books als gedruckte Bücher verkauft wurden. Mit dieser Steigerung der Verkäufe sind auch die E-Reader stark im Kommen.

Kindle von Amazon ist noch immer Marktführer

Umfragen der GFK zufolge ist der Kindle von Amazon jedoch noch immer Marktführer und macht insgesamt gut ein Drittel des gesamten Marktes für die E-Reader aus. In Deutschland ist sogar die Hälfte aller gekauften E-Reader von Amazon und lediglich 50 Prozent werden von anderen Anbietern bestritten.

Viele Händler versuchen mittlerweile gegen die starke Marktposition von Amazon anzugehen und so kamen andere E-Reader auf den Markt, die Käufer locken sollen. An erster Stelle ist in diesem Fall der Tolino zu nennen, ein Gerät, welches von Thalia, Weltbild, Bertelsmann und Hugendubel auf den Markt gebracht wurde. Mit diesem Lesegerät sollen potenzielle Kunden in Deutschland von dem Kindle weggelockt werden und es soll die Möglichkeit bestehen, auf anderen E-Readern die elektronischen Fassungen der Bücher zu lesen.

Die Vorliebe für gedruckte Bücher geht zurück

In Deutschland herrscht eine deutliche Vorliebe für gedruckte Bücher, die aber kontinuierlich zurückgeht. Umfragen zufolge liegt der Anteil der Menschen, die Bücher in gedruckter Form bevorzugen noch bei 72 Prozent. Im Jahr 2009 waren es allerdings noch 82 Prozent, woraus sich ergibt, dass die Akzeptanz der E-Books zunimmt.

Daraus ergibt sich, dass der Umsatz bei den E-Readern und damit verbunden auch bei den E-Books noch zunehmen wird und das Lesen von elektronischen Büchern immer normaler im Alltag wird. Geringere Kosten der Bücher spielen dabei sicherlich eine große Rolle.

Die belesensten Städte Deutschlands

München ist als größter Verlagsstandort Europas und traditionelle Literaturstadt Deutschlands belesenste Stadt für Bücher und Kindle eBooks. Der Metropole folgen die Städte Mainz, Bonn und Potsdam. Im reinen eBook-Ranking geht der 1. Platz nach München, vor Bonn und Mainz. Wiesbaden ist auf Platz 8 der Gesamtliste und bahnt sich bei den digitalen Umsätzen den Weg auf Rang 4.

Im Vergleich mit den Ergebnissen des letzten Jahres haben alle Städte, mit Ausnahme einer einzigen, den Weg zurück in die Top 20 gefunden. Freiburg im Breisgau hat es 2013 nicht mehr in die Top 20-Liste geschafft, obwohl die Stadt im Vorjahr den 3. Platz belegte.

Nürnberg hingegen ist der Newcomer unter den Top 20 der lesefreudigsten Städte. Nach Freiburg im Breisgau hat Frankfurt am Main die meisten Plätze im Ranking verloren. Die Stadt war 2012 auf Platz 5 und belegt 2013 nur den 20. Rang.

Mönchengladbach, Oberhausen und Leverkusen haben es zwar nicht in die finale Top 20-Liste geschafft – sie sind jedoch alle in den Top 20 der Kategorie „Die meisten Kindle-Leser“ vertreten. Frankfurt am Main und Leipzig gelten als große Literaturstädte, weil dort die wichtigsten Buchmessen Deutschlands stattfinden. Die Stadt Leipzig erreicht jedoch nur den 18. Rang, Frankfurt am Main landet lediglich auf Rang 20.

Mit Bonn (Platz 3), Münster (Platz 6), Köln (Platz 7), Düsseldorf (Platz 9) und Aachen (Platz 15) ist das führende Bundesland bei den Top 20 der belesensten Städte eindeutig Nordrhein-Westfalen. Andere Städte aus dem Ruhrgebiet wie Dortmund, Bochum, Essen oder Duisburg sind jedoch nicht in den Top 20 vertreten.

  1. München
  2. Mainz
  3. Bonn
  4. Potsdam
  5. Karlsruhe
  6. Münster
  7. Köln
  8. Wiesbaden
  9. Düsseldorf
  10. Stuttgart
  11. Oldenburg
  12. Hannover
  13. Berlin
  14. Kiel
  15. Aachen
  16. Hamburg
  17. Nürnberg
  18. Leipzig
  19. Braunschweig
  20. Frankfurt am Main

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