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Trierer Grundbildungsprojekt um drei Jahre verlängert

Das Bildungs- und Medienzentrum hat einen Förderbescheid über 898.000 Euro erhalten. Mit dieser Summe fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung die erfolgreiche Grundbildungs- und Alphabetisierungsarbeit in Trier für weitere drei Jahre. Die Volkshochschule bietet seit Jahrzehnten Alphabetisierungskurse an. Forschungsergebnisse haben schon 2011 gezeigt, dass sehr viel mehr Angebote erforderlich sind, um die vielen Menschen in Deutschland und auch in Trier, die nach wie vor nicht richtig lesen und schreiben können, zu unterstützen.

Der Bund tut dies mit der Kampagne „Dekade der Alphabetisierung“ und unterstützt in diesem Rahmen seit 2012 die Aktivitäten des Trierer Bildungs- und Medienzentrums. Dessen Leiter Rudolf Fries betont: „Trier ist inzwischen bundesweit eine gute Adresse geworden, wenn es um kommunale Alphabetisierungs-strategien geht. Jüngst haben unsere Kolleginnen in Baden-Württemberg mit großem Erfolg Workshops geleitet oder auf Bundestagungen in Berlin und Hamburg referiert.“ Vor zwei Monaten habe man außerdem eine vielbeachtete Handreichung für kommunale Praktiker in der Grundbildungsarbeit vorgelegt. Daher sei es ein Anliegen des Bildungsministeriums gewesen, dass sich Trier auch für diese dritte Projektrunde bewerben und seine Expertise in die Dekaden-Projekte einbringen könne.

Für das neue Projekt, das im September am Domfreihof startet, wurde der Begriff „Grundbildung“ über die Alphabetisierung hinaus erweitert. Zu den grundlegenden Fertigkeiten für eine erfolgreiche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gehören neben Lesen und Schreiben auch mathematische Kompetenzen und ein guter Umgang mit Themen wie Gesundheit, Finanzen und Digitalisierung.

Im Projekt werden daher zusammen mit Trierer Kooperationspartnern bedarfsgerechte Lernangebote initiiert, darunter zum Beispiel Fit in Finanzen, Bildgestütztes Erzählen sowie Gesund-Leben-Lernen. Flankierend wird ein Trainings-programm erarbeitet, um Eltern mit unzureichenden Lese- und Schreibkenntnissen niedrigschwellig dabei zu unterstützen, ihren Kindern vorzulesen und ihnen so zu einer größeren Kompetenz beim Lesen und Schreiben zu verhelfen.

Bürgermeisterin Elvira Garbes freut sich sehr über den positiven Bescheid aus Berlin: „Wer kürzlich bei Stadtlesen gesehen und gehört hat, wie erwachsene Triererinnen und Trierer, die erst vor kurzem Lesen und Schreiben gelernt haben, eigene Geschichten auf einer Bühne vorlesen konnte spüren, dass diese Arbeit außerordentlich wichtig ist. Sie stärkt die Teilhabe am öffentlichen Leben, macht die Menschen mutiger und selbstbewusster“, betont die Bildungsdezernentin.

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