Die Trump-Regierung plant laut Reuters, das Personal der US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) von über 10.000 auf weniger als 300 zu reduzieren. Der Schritt ist Teil einer Regierungsumstrukturierung, die von dem Geschäftsmann Elon Musk, einem engen Verbündeten Trumps, geleitet wird. Nur 294 Mitarbeiter werden bleiben, darunter 12 im Afrika-Büro und acht im Asien-Büro. J. Brian Atwood, ehemaliger Leiter von USAID, bezeichnete die Kürzungen als „empörend“ und warnte, dass sie Menschenleben kosten könnten. Da Trump und Musk den USAID-Mitarbeitern kriminelle Aktivitäten vorwerfen, wurden viele Mitarbeiter beurlaubt, Auftragnehmer entlassen und Programme unterbrochen. Die Regierung kündigte an, alle direkt angestellten Mitarbeiter zu beurlauben und das Personal aus Übersee zurückzurufen. Außenminister Marco Rubio, der auch der amtierende USAID-Administrator ist, sagte, dass einige Programme ausgenommen werden könnten, aber die Arbeitsniederlegungen bedrohen die weltweiten Bemühungen zur Bekämpfung von Krankheiten, Hunger und Armut. Auch die Durchführungspartner von USAID sind mit finanziellen Problemen konfrontiert. Die Regierung beabsichtigt, USAID mit dem Außenministerium zusammenzulegen, doch muss der Vorschlag noch vom Kongress genehmigt werden. USAID, das im Jahr 2023 über 40 Milliarden Dollar verwaltete, leistete Hilfe für 130 Länder, darunter die Ukraine, Äthiopien und Jemen. Einige USAID-Mitarbeiter haben bereits Kündigungen erhalten. Auf der Website der Behörde heißt es, dass ab dem 7. Februar nur noch das wesentliche Personal übrig bleiben wird.
