In seiner ersten Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hatte Donald Trump die USA im Jahr 2020 aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurückgezogen. Dieser Schritt war seinerzeit sehr umstritten und wurde von vielen Seiten stark kritisiert. Trump begründete den Austritt damit, dass die WHO zu stark unter dem Einfluss Chinas stehe und die Corona-Pandemie nicht angemessen gehandhabt habe.
Rückkehr unter Biden
Nach dem Amtsantritt von Joe Biden als neuer Präsident im Januar 2021 kehrten die USA dann aber wieder in die WHO zurück. Die Biden-Regierung sah es als wichtig an, die internationale Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich wieder zu stärken und die globale Führungsrolle der USA zu bekräftigen.
Neuer Austritt unter Trump
Nun, da Donald Trump erneut als Präsident gewählt wurde, hat er jedoch angekündigt, die USA wieder aus der WHO zurückzuziehen. In einer Rede an seine Anhänger erklärte Trump, dass die WHO nach wie vor zu stark vom Einfluss Chinas geprägt sei und den Interessen der Vereinigten Staaten nicht ausreichend Rechnung trage. Zudem sei die Organisation bei der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie nicht effektiv genug gewesen.
Kritik am Schritt
Dieser erneute Austritt aus der WHO stößt bei vielen Beobachtern und Experten auf scharfe Kritik. Viele argumentieren, dass die globale Gesundheitskooperation gerade in Zeiten von Pandemien und anderen grenzüberschreitenden Gesundheitsbedrohungen von größter Bedeutung sei. Der Rückzug der USA schwäche die WHO erheblich und untergrabe die internationale Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich.
Folgen für die USA und die Welt
Die Konsequenzen eines solchen Schrittes wären weitreichend. Ohne die finanzielle und politische Unterstützung der USA würde die Handlungsfähigkeit der WHO deutlich eingeschränkt. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Fähigkeit der Organisation, globale Gesundheitskrisen zu bewältigen und präventive Maßnahmen zu ergreifen.
Für die USA selbst würde der Austritt bedeuten, dass sie bei internationalen Gesundheitsthemen an Einfluss und Gestaltungsmacht verlieren würden. Stattdessen würden andere Länder wie China an Einfluss gewinnen. Auch die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Krankheiten und dem Aufbau eines globalen Frühwarnsystems würde erschwert.
Politische Spannungen
Der erneute Austritt aus der WHO ist auch vor dem Hintergrund der zunehmenden politischen Spannungen zwischen den USA und China zu sehen. Trump wirft China immer wieder vor, die Coronavirus-Pandemie nicht rechtzeitig eingedämmt und die Weltgemeinschaft unzureichend informiert zu haben. Der Rückzug aus der WHO kann daher auch als Versuch gewertet werden, China auf globaler Ebene stärker unter Druck zu setzen.
Allerdings mehren sich auch innerhalb der USA die Stimmen, die vor den Folgen eines solchen Schrittes warnen. Viele argumentieren, dass die USA gerade in Zeiten globaler Gesundheitsrisiken ihre Führungsrolle in der Welt nicht aufgeben sollten. Der Austritt aus der WHO könnte das internationale Ansehen der USA weiter beschädigen.
