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US-Ökonom: Deutschland hinkt bei Digitalisierung hinterher

US-Ökonom Jeremy Rifkin glaubt, dass die Bundesrepublik bei der Digitalisierung hinterherhinkt. Deutschland habe die Welt erfolgreich in die Energiewende geführt, sagte er dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe). Allerdings müsse nun das Stromnetz digitalisiert werden, um die erneuerbaren Energien auch effizient einzusetzen.

Darunter versteht er unter anderem den Einsatz von intelligenten Strommessgeräten, sogenannten „Smart Metern“. Aus Datenschutzgründen hätten viele Deutsche dagegen jedoch bedenken. Es sei Aufgabe der Politiker, diese Sorgen auszuräumen, indem sie Regeln für den Zu- oder Widerspruch gegen die Datennutzung festlegen und sicherstellen, dass die Nutzungsbedingungen transparent sind. Deutschland könne an der Spitze der dritten industriellen Revolution stehen, erklärte er weiter. Allerdings habe es Politiker wahrscheinlich schon viel Mut gekostet hat, die ersten zu sein, die sich von Atomstrom und fossilen Energien abgewendet haben. „Jetzt müssen sie ihren Elan wiederfinden, und Kanzlerin Angela Merkel muss den nächsten Schritt gehen“, sagte er. Merkel sei sich aber auch bewusst, dass die Digitalisierung nicht nur die Aufgabe der Bundesregierung sei, sondern dass sich auch die Länder und Kommunen darum kümmern müssten. Alle müssten einen eigenen Fahrplan für den digitalen Wandel erstellen und ihn umsetzen. Das sei wichtig, weil dann alle daran beteiligt seien und es nicht zu Gegenreaktionen komme. „Und neue Geschäftsmodelle können skalieren, weil es mehr potenzielle Abnehmer gibt. Das machen Unternehmen derzeit nicht, sie testen nur kleine Pilotprojekte. Dabei ist es wichtig, dass alle beteiligt sind, weil es eine Möglichkeit gibt, mit Bürgern, die sich entmachtet fühlen, umzugehen“, so Rifkin.

Foto: Tastatur, über dts Nachrichtenagentur

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