Das amerikanische Justizministerium hat mit einer dreiwöchigen Anhörung begonnen, um herauszufinden, wie gegen das illegale Monopol von Google bei der Internetsuche vorgegangen werden soll, wobei die Regierung größere strukturelle Änderungen fordert. Eine dieser Änderungen besteht darin, Google zu zwingen, seinen Chrome-Browser zu verkaufen. Richter Amit Mehta hatte zuvor entschieden, dass Google gegen das Kartellrecht verstoßen hat, indem es seine Vormachtstellung durch Vereinbarungen mit Unternehmen wie Apple und Samsung gesichert hat. Er prüft nun „Abhilfemaßnahmen“, um den Wettbewerb wiederherzustellen, wobei eine Entscheidung bis zum Sommer erwartet wird. Die Anwälte der Regierung argumentieren, dass Chrome ein wichtiges Tor zur Suche ist und seine Veräußerung den Konkurrenten einen besseren Zugang zu den Nutzern ermöglichen würde. Außerdem wollen sie Google daran hindern, für Top-Platzierungen in Browsern und Smartphones zu bezahlen, und es verpflichten, Suchdaten und -ergebnisse mit Konkurrenten zu teilen. Google wehrt sich gegen die weitreichenden Änderungen und behauptet, seine Vormachtstellung bei der Suche beruhe auf den Vorlieben der Nutzer und der Produktqualität. Das Unternehmen schlägt begrenzte Änderungen vor, wie z. B. jährliche Neuverhandlungen von Platzierungsvereinbarungen und mehr Flexibilität für vorausgewählte Suchmaschinen in privaten Modi. Das Ergebnis könnte den Tech-Giganten, der auch wegen seines Werbegeschäfts und seines mobilen App-Stores unter kartellrechtlicher Beobachtung steht, umkrempeln. Das DOJ drängt das Gericht, dafür zu sorgen, dass Googles Monopol nicht auf den Bereich der künstlichen Intelligenz ausgedehnt wird, in dem das Unternehmen Tools wie seinen Chatbot Gemini in die Suche integriert. Der Fall könnte die Regulierung der Macht in der Tech-Branche neu definieren und die künftige Führungsrolle im Bereich der KI bestimmen.
