Nach den jüngsten aufsehenerregenden Tötungen durch die Einwanderungsbehörde ICE sind in den USA Hunderte von „ICE-Out“-Protesten geplant. Am 30. Januar riefen Studentengruppen der University of Minnesota zu einem landesweiten Streik auf und appellierten an die Bevölkerung, auf normale Aktivitäten zu verzichten, um die US-Wirtschaft lahmzulegen. Die Organisatoren des Streiks baten die Öffentlichkeit, nicht zur Schule oder zur Arbeit zu gehen und nicht einzukaufen, um die „Finanzierung von ICE zu stoppen”. Am 31. Januar organisierte die Basisorganisation 50501 einen nationalen Aktionstag unter dem Motto „ICE raus überall“. 50501, die Abkürzung für „50 Staaten, 50 Proteste, eine Bewegung“, rief dazu auf, vor ICE-Haftanstalten, Außenstellen und Flughäfen, die von Auftragnehmern genutzt werden, zu demonstrieren. In einer Erklärung gab die Organisation bekannt, dass sie so lange protestieren werde, bis die Bundesbeamten „dauerhaft von unseren Straßen entfernt“ seien. Die Demonstrationen wurden durch die öffentliche Empörung über eine Reihe von aufsehenerregenden Todesfällen unter Beteiligung von Bundesbeamten angeheizt. Dazu gehören die Morde an Renee Good und Alex Pretti in Minneapolis sowie der Tod von Geraldo Lunas Campos in ICE-Gewahrsam. Eine aktuelle YouGov-Umfrage ergab, dass mehr Amerikaner die Abschaffung von ICE befürworten als ablehnen.
