Eine Bar in Idaho bietet einen Monat lang kostenloses Bier für Personen an, die der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE helfen, undokumentierte Migranten im Bundesstaat zu identifizieren und abzuschieben. Der „Old State Saloon“ in Eagle kündigte das Angebot auf X an und erklärte, dass man sich qualifizieren könne, indem man Beweismaterial wie Fotos oder Videos einreiche, um ICE bei der Lokalisierung von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus zu unterstützen. Die Bar schrieb, dass jeder Kunde, der dies tut, „eine detaillierte E-Mail mit allen Beweisen, Fotos, Videos, einer Zusammenfassung der Ereignisse, Daten und Uhrzeiten“ an die E-Mail-Adresse der Bar senden sollte. Außerdem teilte die Bar mit, dass sie „einer Person mehrere Monate Freibier ausschenken könne, wenn mehrere Illegalisierte abgeschoben werden“. Der Beitrag der Bar erhielt schnell Zustimmung vom Heimatschutzministerium, das die Ankündigung durch einen Repost samt Reaktions-GIF verbreitete. Das Angebot erfolgt inmitten eines landesweiten Einsatzes von Hunderten ICE-Agenten durch die Regierung von Präsident Donald Trump in von Demokraten regierten Städten, um gezielt gegen Einwanderer ohne gültige Papiere vorzugehen. Die Trump-Regierung gibt an, dass ihre strikte Abschiebe-Kampagne in diesem Jahr auf Rekordkurs sei: Mehr als 515.000 Menschen seien seit Trumps Rückkehr ins Amt abgeschoben worden. Trotz der ablehnenden Haltung der Bar gegenüber Migranten bleibt die Arbeitskraft von Einwanderern für Idahos Wirtschaft, insbesondere im Agrarsektor, unverzichtbar. Einem Bericht der University of Idaho zufolge stärken schätzungsweise 35.000 undokumentierte Einwanderer die Landwirtschaft, das Gastgewerbe und das Baugewerbe in dem Bundesstaat und tragen so zig Millionen zur Wirtschaft Idahos bei.
