Die US-Staatsverschuldung überschritt kurz nach Beginn des Iran-Konflikts 39 Billionen Dollar – entgegen Trumps Versprechen von 2016, sie binnen acht Jahren zu senken. Seit Trumps Amtsantritt im Januar 2017, als die Staatsverschuldung bei 19,9 Billionen Dollar lag, hat sie sich nahezu verdoppelt. Dieser Meilenstein fällt in eine Zeit, in der umfangreiche Steuerreformen verabschiedet, die Ausgaben für Verteidigung und Einwanderung erhöht und die Schuldenlast bewältigt werden sollen. Das Government Accountability Office (GAO) warnt davor, dass die steigende Staatsverschuldung die Kreditkosten und die Verbraucherpreise für die US-Bevölkerung in die Höhe treibt. Befürworter eines ausgeglichenen Haushalts warnen zudem, dass die fortgesetzte Kreditaufnahme und die höheren Zinszahlungen die Amerikaner künftig vor schwierigere finanzielle Entscheidungen stellen werden. „Wir müssen dieses alarmierende Wachstumstempo und die erhebliche finanzielle Belastung, die wir der nächsten Generation aufbürden, erkennen“, sagte Michael Peterson, CEO der gemeinnützigen Peter G. Peterson Foundation. Die US-Staatsverschuldung überschritt im Oktober die Marke von 38 Billionen Dollar, nach 37 Billionen Dollar zwei Monate zuvor. Peterson bezeichnete dieses Wachstumstempo als „nicht tragbar“ und warnte, dass die USA bei Fortsetzung dieses Trends noch vor den Wahlen im Herbst eine schwindelerregende Staatsverschuldung von 40 Billionen Dollar erreichen würden. Laut dem Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Kevin Hassett, haben die USA bisher über 12 Milliarden Dollar für den Iran-Konflikt ausgegeben, und es gibt keine Anzeichen für eine Entspannung der Lage.
